AKNÖ fordert mehr Transparenz bei privater Pensionsvorsorge

Vergleiche zwischen den Produkten sind kaum möglich

Wien (AKNÖ) - Die so genannte "dritte Säule" der Zukunftsvorsorge wurde in den letzten Jahren vor allem von der Regierung gepusht. Mittlerweile ist das Angebot der privaten Zukunftsvorsorge aber so unübersichtlich, kritisieren die Konsumentenschützer der AKNÖ, dass es eines speziellen Wissens bedarf, um den Überblick bewahren zu können.

In zahlreichen Beratungsgesprächen habe sich nämlich herausgestellt, dass eine Vielzahl an Konsumenten nicht das nötige Vorwissen hat, die vielfältigen Angebote der privaten Pensionsvorsorge zu bewerten. Dadurch, dass es keine gesetzlich vorgegebenen Kennzahlen gibt, ergeben sich zusätzliche Schwierigkeiten.
Dies stellt für Vorsorgewillige eine fast unüberwindliche Hürde bei der Sichtung des Angebots dar. Denn eine Vergleichsmöglichkeit sowohl zwischen als auch innerhalb der Produktgruppen (z.Bsp: klassische / fondsgebundene Lebensversicherung, prämienbegünstigte Pensionsvorsorge, Investmentfonds, etc.) ist mangels einheitlicher Kennzahlen so gut wie unmöglich.

Transparenz für die gesamte Privatvorsorge

Die Niederösterreichische Arbeiterkammer begrüßt daher die Forderung der Finanzmarktaufsicht (FMA) und des Konsumentenschutzministers nach mehr Transparenz und Nachvollziehbarkeit bei Lebensversicherungspolizzen.
"Dies ist eine langjährige Forderung von uns", meint AKNÖ-Versicherungsexperte Thomas Grünberger, "aber wir möchten diese Nachvollziehbarkeit für alle Produkte der dritten Säule!".

Konkrete Vorschläge der AKNÖ:

· Jährliche Gegenüberstellung der einbezahlten Beträge und des tatsächlich investierten Beitragsanteils bis zum Laufzeitende · Verbot für jede Form von Irreführung der Konsumenten durch das Werben mit in der Vergangenheit erzielten Renditen · Angabe einer Effektivrendite (vergleichbar dem Effektivzinssatz

im Kreditbereich, oder der "total expense ratio", die für Kurzprospekte für Investmentfonds verpflichtend ist)

AKNÖ-Präsident Josef Staudinger warnt aber auch: "Die Konsumenten dürfen nicht mit einem Überangebot an Kennzahlen überfordert werden. Hier darf es nicht zu einer neuen Unübersichtlichkeit durch ein Zuviel an Information kommen!".

Rückfragen & Kontakt:

AKNÖ Konsumentenberatung
Thomas Grünberger, 01/58883-1334
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