Becher: Abstammungsrecht ist ein Schlag ins Gesicht der Frauen

Böhmdorfer missachtet Anliegen des Frauenministeriums

Wien (SK) "Einmal mehr wird deutlich, welch rückschrittliches gesellschaftliches Rollenbild die Regierungsparteien den Frauen zugestehen", erklärte SPÖ-Abgeordnete Ruth Becher anlässlich des gestern im Justizausschuss mit den Stimmen von ÖVP und FPÖ beschlossenen Abstammungsrechts. Zwar würde hiermit einem Verfassungsgerichtshof-Erkenntnis Folge geleistet und dem Kind ein eigenes Recht auf Feststellung, dass es nicht vom Ehemann der Mutter abstammt, eingeräumt, gleichzeitig würde die Regierungsvorlage der Mutter aber kein eigenständiges Recht zugestehen, die Feststellung der Nichtabstammung ihres Kindes vom Ehemann zu begehren. Dies habe auch das Frauenministerium in seiner Stellungnahme kritisiert, stellte Becher Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst fest. Diese Gesetzesvorlage sei daher ein "Schlag ins Gesicht der Frauen", mit der die Mütter auf einem Rechtsniveau gleich dem des 19. Jahrhunderts gehalten werden würden. **** (Schluss) cs/mm

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