Dagmar Koller und Helmut Zilk im ORF-Doppelpack

"Hallo, wie geht's?" und "Lebens-Künstler" rund um den Feiertag

Wien (OTS) - Interessante Gäste und einfühlsame Gespräche: Talk vom Feinsten mit Dagmar Koller und Helmut Zilk bietet ORF 2 rund um Christi Himmelfahrt. Am Feiertag, Donnerstag, dem 20. Mai 2004, begrüßt Dagmar Koller um 17.35 Uhr in "Hallo, wie geht's?" die Opernsängerin Renate Holm und am Freitag, dem 21. Mai, zeigt ORF 2 um 12.00 Uhr noch einmal Kammerschauspieler Karlheinz Hackls bewegenden Auftritt bei Helmut Zilk in "Lebens-Künstler".

Opernsängerin Renate Holm: "Wie ein Vogel aus dem Nest geworfen"

Sie ist eine Operndiva der alten Schule: Renate Holm. Schon im Alter von elf Jahren wusste die Kleine, dass sie einmal Sängerin werden würde - da hatte sie gerade den Kinofilm "Madame Butterfly" mit Maria Cebotari gesehen. Doch zunächst absolvierte sie eine Ausbildung zur zahntechnischen Assistentin, um sich das Geld für den Gesangsunterricht zu verdienen. Ein Gesangswettbewerb beim Rundfunksender Rias brachte den Durchbruch: Renate Holm gewann haushoch, machte rasch Karriere und gehörte bald zu den festen Größen in der Schlager- und Musikfilmbranche. In mehr als 30 Kinofilmen hat die Sängerin mitgewirkt, doch trotz ihres Erfolgs in der leichten Muse strebte sie nach Höherem: "Die Oper war immer mein Traum", verriet sie Dagmar Koller im Gespräch.

1957 kam Renate Holm nach Wien, sang sich an der Volksoper in die Herzen des verwöhnten Wiener Publikums und wurde schließlich an der Staatsoper engagiert. Unter der Obhut Herbert von Karajans erlangte Renate Holm Weltgeltung: "Die Dirigenten haben mich geliebt, weil ich immer sicher war." Keine große Bühne der Welt, auf der Renate Holm als Ensemblemitglied der Staatsoper Wien nicht gestanden hätte. Das Ende ihrer glänzenden Opernkarriere war abrupt: Als sie die Altersgrenze erreichte, musste sie das Ensemble verlassen. Leicht sei ihr das damals nicht gefallen, gibt sie offen zu: "Die Oper ist wie ein Nest. Und dann wird man wie ein Vogel aus dem Nest geworfen."

Doch an Ruhestand denkt Renate Holm bis heute nicht, denn: "Arbeit ist die verlässlichste Geliebte." Und so steht sie nach wie vor in Bad Ischl auf der Operetten-Bühne, gibt Meisterkurse und brilliert als Schauspielerin. Ihr Wunschtraum: einmal eine Rolle am Burgtheater spielen! Dass es Renate Holm gerade an die "Burg" zieht, hat nicht nur mit dem Weltruf des Hauses zu tun, sondern auch mit der persönlichen Bindung der gebürtigen Berlinerin an Wien. "Ich habe immer noch einen Koffer in Berlin", sagt die Sängerin, "aber meine Heimat ist Wien. Ich würde niemals wieder fortgehen."

Karlheinz Hackl als "Lebens-Künstler" bei Helmut Zilk

Sein Schicksal hat Österreich bewegt: Vor rund einem Jahr wurde dem Kammerschauspieler Karlheinz Hackl ein Gehirntumor entfernt. Ein schwerer Eingriff, dessen Folgen Hackl bis heute spürt. "Es geht mir noch nicht so, wie ich es gerne hätte", bekennt er im Gespräch mit Helmut Zilk. Der vielseitige Regisseur und Burgschauspieler wurde 1949 in Wien geboren. Nach der Matura absolvierte er sowohl ein Betriebswirtschaftsstudium als auch die Schauspielschule Krauss. Im Burgtheater avancierte der Schauspieler beispielsweise als Karl Moor in Schillers "Die Räuber", als Alfred in Horváths "Geschichten aus dem Wiener Wald", als Liliom in Molnárs gleichnamigem Stück und als Schnitzlers "Professor Bernhardi" zum Publikumsliebling.

"Du bist nicht nur ein Lebens-Künstler, sondern im wahrsten Sinne des Wortes ein Überlebens-Künstler", freut sich Zilk über den Besuch seines wiedergenesenen Gastes. Warum es Hackl derzeit leichter fällt, Rock 'n' Roll zu tanzen als zu gehen, wie er sich als "junger" Vater fühlt, wie er über den Tod denkt und wie er sich seine Zukunft vorstellt, das verrät er in einem sehr persönlichen Gespräch. Aber nicht nur Ernsthaftes, sondern auch Amüsantes kommt in dem ausführlichen Interview zur Sprache - zu sehen in der Reihe "Lebens-Künstler" am Freitag, dem 21. Mai, um 12.00 Uhr in ORF 2.

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