EU-Wahlauftakt (4) - Häupl: Es ist nicht egal, wer im Europäischen Parlament sitzt!

"Wir wollen, dass der soziale Zusammenhalt gewährleistet bleibt!"

Wien (SPW) "Viele Menschen fragen sich: ‚Warum überhaupt wählen gehen?', Europa sei ein Synonym für Bürokratie und Distanz - das ist ein ganz falsches und schädliches Bild, denn es ist nicht egal, wer im Europäischen Parlament sitzt!", betonte der Wiener Landesparteivorsitzende, Bürgermeister Michael Häupl am Dienstagabend beim Wahlkampfauftakt der SPÖ für die EU-Wahl im Messe Congress Center Wien.****

"Wir stehen vor einer großen Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen. Die Vertreter der neoliberalen Ideologie wollen alles liberalisieren, privatisieren und die Verantwortung für die Bedürfnisse der Menschen an Private abgeben. Wir zählen zu jenen, die sagen: Der Markt hat seinen Platz, aber man kann die Verantwortung für so zentrale Dienstleistungen wie Daseinsvorsorge, Bildung und den Sozialbereich nicht jenen überlassen, die nur an die Größe des Gewinns denken!", unterstrich Häupl, der eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung einforderte. Deshalb sei es auch so wichtig, "dass im Europäischen Parlament jene Gruppe sitzt, die sagt, wir wollen die Bildungsinteressen der Jungen nicht ausschließlich privaten Interessen unterwerfen, wir wollen, dass der soziale Zusammenhalt gewährleistet bleibt!", so Wiens Bürgermeister.

"Und wir wollen auch nicht, dass im Europäischen Parlament jene sitzen, die vorschreiben: ‚Ihr habt euer Wasser zu privatisieren!' -Wir wollen nicht bevormundet werden, sondern selbst bestimmen!", forderte Häupl ein und stellte klar: "Es kann nicht sein, dass im Wettstreit zwischen Markt und Subsidiarität immer nur der Kapitalismus gewinnt!"

Aus diesen Gründen, so Häupl, würden Regionen, Städte, Gemeinden und ganz Österreich verlässliche Partner im Europäischen Parlament brauchen: "Menschen mit Erfahrung, die hart inhaltlich arbeiten und keine Quereinsteiger, die nur auf Eigeninteressen aus sind", so der Bürgermeister, der abschließend betonte: "Wir wollen uns auf unsere Partner verlassen können, wenn wir sie brauchen, um gegen die Liberalisierung des Wassers aufzutreten, wenn es um unsere Identität, Kultur geht und dass jemand auf unser Geld schaut. Hannes Swoboda und sein Team stehen in dieser europäischen Auseinandersetzung auf der richtigen Seite". (Schluss)tr

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