Ö3 Verkehrsprognose für das verlängerte Wochenende vom 19. - 23. Mai 2004

Wien (OTS) - Nicht nur in Österreich, sondern auch in Deutschland und in der Schweiz ist der Donnerstag ein Feiertag. Herrliches Wetter steht zumindest an Christi Himmelfahrt bevor, viele werden das verlängerte Wochenende für einen Ausflug oder Kurzurlaub nutzen - im deutschen Bundesland Baden-Württemberg beginnen zweiwöchige Ferien. Die Ö3-Verkehrsredaktion rechnet mit massiven Behinderungen auf Österreichs Straßen. In Mariazell findet der "Mitteleuropäische Katholikentag" seinen Höhepunkt, etwa 100.000 Pilger werden zur "Wallfahrt der Völker" erwartet und bei der An- und Abreise für erhebliche Verkehrsprobleme sorgen. Staus werden sich auch rund um den Wörthersee beim 23. GTI-Treffen nicht vermeiden lassen.

Am Mittwoch geht’s los:
Bereits am Mittwoch-Nachmittag werden sich viele auf den Weg ins lange Wochenende machen, stark überlastet werden einmal mehr die Stadtausfahrten sein, vor allem:

  • in Wien: die Südosttangente und in weiterer Folge die Südautobahn, der Gürtel, die Altmannsdorfer Straße und Triester Straße.
  • in Linz: die A7, die Mühlkreisautobahn, im gesamten Stadtgebiet.
  • in Graz: die A9, die Pyhrnautobahn, vor der Baustelle beim Verteilerkreis Webling und vor dem Plabutschtunnel.

Ab Donnerstag starker Reiseverkehr von Norden nach Süden:
All jene, die zu einem Kurzurlaub nach Südtirol oder Italien aufbrechen, werden Einiges an Geduld aufbringen müssen. Neuralgische Staustrecken sind vor allem:

  • in Salzburg die Tauernautobahn, vor dem Tauern- und dem Katschbergtunnel. Im vergangenen Jahr erreichte der Stau vor dem Tauerntunnel an seinem Höhepunkt eine Länge von 16 km!
  • in Tirol bzw. Südtirol die Brennerautobahn vor den Maustellen Schönberg und Sterzing, sowie die gesamte Fernpassstrecke
  • in Vorarlberg die A14 vor dem Pfändertunnel und im Raum Bregenz
  • in der Steiermark bzw. in Kärnten die Südautobahn, vor dem Herzogberg- und dem Gräberntunnel.

Großveranstaltung "Mitteleuropäischer Katholikentag" in Mariazell Verkehrschaos rund um Mariazell?
Mariazell steht am Wochenende ganz im Zeichen des "Mitteleuropäischen Katholikentages".
Rund 100.000 Besucher aus acht Ländern werden erwartet. Die meisten davon werden mit Bussen aus Osteuropa anreisen. Rund 1700 Busse sind angemeldet, zusätzlich werden vermutlich rund 10.000 PKW Richtung Mariazell unterwegs sein.
Ein solcher Massenandrang ist vergleichbar etwa mit dem Zustrom zu einem Formel 1-Rennen. Der Unterschied: Bei Veranstaltungen dieser Größenordnung gibt es in der Regel Autobahnen oder Schnellstraßen und ausreichend Großparkplätze im Nahbereich des Veranstaltungsgeländes. In Mariazell ist dies nicht der Fall. Mariazell liegt verkehrstechnisch ungünstig und ist nur über wenige Bundes- und Passstraßen erreichbar. Die Veranstalter haben zwar ein Verkehrskonzept erarbeitet, dennoch scheinen umfangreiche Staus unvermeidlich. Manche Experten befürchten sogar ein Verkehrschaos. Eines ist jedenfalls gewiss: Wenn Sie selbst nicht zum Katholikentag fahren möchten, meiden Sie an diesem Wochenende unbedingt den Großraum Mariazell!

An- und Abreise, Wege und Zeitplan:
Ein Großteil der Pilger wird zwischen Freitagabend und Samstagfrüh anreisen. Die Anreise wird sich die ganze Nacht durchziehen und bis in den späten Vormittag dauern.
Die Anfahrtswege:
- Aus Norden und Süden: Von St. Pölten kommend bzw. von Kapfenberg kommend über die B20, Mariazeller Bundesstraße.
- Aus Westen: Von Liezen und Hieflau kommend über die B146 Ennstalbundesstraße und B24, Hochschwabbundesstraße.
- Aus Osten: Von Mürzzuschlag kommend über die B23, Lahnsattelbundesstraße und B21, Gutensteinerbundesstraße
- Die Zufahrtsstraßen über das Niederalpl und den Zellerrain sind für Einsatzfahrzeuge reserviert und daher gesperrt.

Die Busse halten an mehreren Ausstiegsstellen in der Nähe des Festgeländes nördlich von Mariazell. Jeder Busreisende erhält bei Verlassen des Fahrzeugs genaue Instruktionen, auf welchem Parkplatz der Bus am Ende der Veranstaltung zu finden ist.
Viele der Pilger werden noch am Samstagnachmittag die Heimreise antreten (da es in und um Mariazell zu wenige Quartiere gibt). Um vom Festgelände zu den zugewiesen Bus-Parkplätzen zu gelangen, müssen die Pilger bis zu 15 km lange Fußmärsche in Kauf nehmen. Entsprechend viele Fußgängerströme werden am Samstag in und um Mariazell unterwegs sein.
Shuttlebusse wird es im Wesentlichen nur für Behinderte geben.

Für PKW gibt drei große Wiesenparkplätze im Umkreis von Mariazell. Diese dürfen allerdings bei Regen nicht benützt werden. Und genau das könnte das größte Verkehrsproblem werden, da es im weiteren Umkreis keine Alternativparkplätze gibt.

Bahn als Alternative?
Auf der Strecke der Mariazellerbahn von St. Pölten nach Mariazell fahren am Samstag lediglich eigens gemietete Sonderzüge. Der reguläre Fahrbetrieb der Bahn ist am Samstag eingestellt - ein Schienenersatzverkehr mit ÖBB-Bussen ist eingerichtet. Diese Busse befahren jedoch dieselben Staustrecken wie der Individualverkehr. Link: www.katholikentag.at

23. GTI-Treffen am Wörthersee und Harley-Davidson Treffen in Salzburg:
Tausende aufwändig bearbeitete und umgebaute Golf GTI’s werden am Wochenende in Kärnten erwartet. Schon ab Mittwoch ist die Wörthersee-Süduferstraße in Reifnitz bis Sonntag gesperrt. Die Zufahrt nach Reifnitz ist dann nur mehr mit einer Berechtigungskarte möglich. Auf der Klagenfurter Nordumfahrung und im gesamten Stadtgebiet müssen Sie das gesamte Wochenende mit Verzögerungen rechnen.

In Saalbach/Hinterglemm treffen sich von Donnerstag bis Sonntag zahlreiche Harley-Davidson-Biker, am Samstag führt dann eine Harley-Parade von Saalbach nach Zell am See. Der Verkehr wird auf der gesamten Strecke immer wieder angehalten - planen Sie hier Wartezeiten ein. Das Stadtgebiet von Zell am See können Sie durch den Schmittentunnel umfahren.

Narzissenfest im Ausseerland:
Etwa 20 000 Besucher werden bereits zum 45. Mal beim Narzissenfest erwartet. Das Ausseerland - Altaussee, Bad Aussee bzw. der Grundlsee - erreichen Sie ausschließlich über die B145, die Salzkammergutbundesstraße. Staus sind hier vorprogrammiert.

Rückreise am Sonntag:
Am Sonntagabend geht’s dann wieder retour. Die Rückreise der GTI-Fans wird rund um Klagenfurt und auf der Tauernautobahn zu Staus führen. Aber auch in Ostösterreich sind Staus zu erwarten, hier vor allem in Niederösterreich, auf der Südautobahn Richtung Wien oder auf der A4, der Ostautobahn, vor dem einspurigen Baustellenbereich zwischen Bruck an der Leitha und Neusiedl.

Rückfragen & Kontakt:

Hitradio Ö3 Öffentlichkeitsarbeit
Petra Jesenko
Tel.: 01/36069/19121
petra.jesenko@orf.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | HOA0003