HAUBNER: ANTI-DOPING-GESETZ SOLL KLAREN RECHTLICHEN RAHMEN ZUR BEKÄMPFUNG VON DOPINGMISSBRAUCH SCHAFFEN

Sportbericht beweist den hohen Stellenwert des Sports in der Regierungsarbeit

Wien, 18. Mai 2004 (ÖVP-PK) Die Einrichtung einer weisungsfreien und unabhängigen Kontrollinstanz sieht der heute im Sportausschuss eingebrachte Antrag aller vier Parteien zur Schaffung eines Anti-Doping-Gesetzes vor. Damit soll ein klarer rechtlicher Rahmen für die Bekämpfung von Dopingmissbrauch, die Anordnung und Durchführung von Dopinguntersuchungen, die Anordnung von Sanktionen nach internationalen Standards (z.B. Berufsverbote) und für den Rechtsschutz Betroffener geschaffen werden, stellte heute, Dienstag, ÖVP-Sportsprecher Abg. Peter Haubner fest. Besonderes Augenmerk legt Haubner dabei auf das zu schaffende Appellationsverfahren, das einem Beschuldigten die Berufung gegen eine ausgesprochene Sanktion ermöglichen soll. ****

Der Sportbericht 2001-2002, der heute im Ausschuss enderledigt wurde, zeige eindrucksvoll die zahlreichen Aktivitäten im Sportbereich, wie beispielsweise die Intensivierung der Anstrengungen, Sportgroßveranstaltungen nach Österreich zu bringen. Wesentliche Impulse erwartet sich der ÖVP-Sportsprecher in diesem Zusammenhang von der Rad-Weltmeisterschaft 2006 in Salzburg und der Fußballeuropameisterschaft 2008. "Vor allem die Regionen werden davon profitieren", so Haubner weiter. Ebenfalls in den Zeitraum des Berichts fällt die Einrichtung eines Fonds zur Förderung des Behindertensports, wo durch eine einzigartige Rubbellosaktion über zwei Millionen Euro lukriert werden konnten, so der ÖVP-Abgeordnete.

Auch die Sportförderung ist auf insgesamt über 51 Millionen Euro pro Jahr erhöht worden. In diesem Zusammenhang sei auch die Verbesserung der gezielten Maßnahmen der Spitzensportförderung unter anderem durch die Neuorganisation von Top Sport Austria zu sehen. Im Rahmen der Bundessportförderung wurden 2001/02 insgesamt zwei Millionen Euro zur Schaffung von Arbeitsplätzen in den Dach- sowie Fachverbänden, zum Beispiel für die Anstellung von Trainern, investiert.

Erstaunt zeigte sich Haubner über die Erregung des SPÖ-Sportsprechers Peter Wittmann. Von Seiten der

Regierungsfraktionen im Nationalrat wurde die Beratung des Sportberichtes nicht verweigert. "Wir wollten lediglich, dass dieser Bericht - so wie alle anderen Berichte auch in nunmehr schon mehrjähriger Praxis - im zuständigen Ausschuss ausführlich und medienöffentlich diskutiert und dann enderledigt wird. Dieser Bestimmung in der Geschäftsordnung des Nationalrates hat übrigens auch die SPÖ dereinst zugestimmt", erläuterte Haubner weiter. "Es ist ungewöhnlich für einen Parlamentarier, die Ausschussarbeit derart abzuwerten, wie Wittmann das tut. Wir leisten im Ausschuss wertvolle inhaltliche Arbeit, die nicht geringer zu schätzen ist als die Diskussion im Plenum", ergänzte der ÖVP-Sportsprecher. "Davon kann sich heute auch die Medienöffentlichkeit überzeugen." Eine sportpolitische Diskussion sei in der Nationalratssitzung durch den heute beschlossenen Antrag zum Anti-Doping-Gesetz zudem ohnehin sicher gestellt, schloss Haubner.
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