Lunacek beantragt Teil des OMV-Gewinns für Flüchtlingshilfe im Sudan

Aktionärsversammlung soll grünes Licht für 10 Mio. Euro zu Rückführung von Vertriebenen zur Verfügung stellen

OTS (Wien) - "10 Mio. Euro sollte die OMV nach dem erfolgreichen Verkauf ihrer Anteile im Sudan für die Rückführung von Flüchtlingen zur Verfügung stellen", fordert Ulrike Lunacek, außenpolitische Sprecherin der Grünen, vor der heutigen Hauptversammlung des Ölkonzerns.
Allein der Verkauf ihrer 1997 erworbenen Anteile habe der OMV mindestens 70 Mio. Euro Gewinn gegenüber dem ursprünglichen Kaufpreis gebracht. Diverse Studien hätten in den letzten Jahren bestätigt, dass die Tätigkeit der verschiedenen Ölfirmen in dem zwischen dem Regime in Khartoum und der Rebellengruppe SPLA umkämpften Gebiet die Menschenrechtsverletzungen und Vertreibungen durch Armee und Rebellen verschärft hätten. "Schon aus diesem Grund wäre es angebracht, wenn die OMV Geldmittel für die Rückführung von Vertriebenen zur Verfügung stellt, sobald das derzeit in Ausarbeitung befindliche Friedensabkommen unterzeichnet ist", betont Lunacek.

Lunacek werde bei der heutigen Hauptversammlung einen diesbezüglichen Antrag stellen. Der Grüne Parlamentsklub ist seit vielen Jahren Kleinaktionär der OMV. "Die 10 Mio. Euro könnten an das Koordinationsbüro für Humanitäre Hilfe der UNO, OCHA, weitergeleitet werden", schließt Lunacek.

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