Amon: Soziale Dimension muss in den Vordergrund rücken

Wien (OTS) - ÖAAB-Generalsekretär Abg.z.NR Werner Amon kommentierte heute in einer Pressekonferenz die Ergebnisse der Arbeiterkammerwahlen. Diese seien, mit einigen Ausnahmen, für den ÖAAB nicht sehr erfreulich. "Wie der Erfolg viele Väter hat, gibt es auch für einen Verlust mehrere Ursachen", so Amon. Einen wesentlichen Faktor ortete der ÖAAB-Generalsekretär in den Kommunikation von Reformen. "Die Wichtigkeit und Notwendigkeit von Reformen im Sinne einer intergenerativen und sozial ausgewogenen Gerechtigkeit stehen außer Frage. Dennoch muss man danach trachten, den Menschen besser zu erklären, warum Reformen überhaupt notwendig sind. Das muss eine ganz wesentliche Aufgabe für Zukunft sein", so der ÖAAB-Generalsekretär. "Die ÖVP versteht sich als soziale Integrationspartei. Dies muss auch wieder ins Zentrum unserer Politik rücken", so Amon weiter.****

Besonders besorgniserregend sei für Amon die äußerst geringe Wahlbeteilung bei der Arbeiterkammerwahl. Diese lag bundesweit bei nur ca. 49 Prozent. "Hier sind alle gefordert, sich über zukünftige Aktivitäten Gedanken zu machen und darüber zu diskutieren, in wie weit es sinnvoll ist, Wahlen über fünf Monate zu verteilen", erklärte Amon.

Dennoch müsse man jetzt mit vollem Einsatz die Ärmel hochkrempeln und wichtige Themen angehen. "Mit dem Recht auf Teilzeit gelang uns ein erster, aber wichtiger Schritt, um die Rahmenbedingungen für den beruflichen Wiedereinstieg zu schaffen", so Amon. Besonders erfreut zeigte sich der ÖAAB-Generalsekretär über die Forderung von AK-Präsident Tumpel in der letzten Ausgabe der AK-Zeitschrift, den Rechtsanspruch auf Teilzeit endlich umzusetzen. "Ich gehe davon aus, dass das Recht auf Elternteilzeit heute im Familienausschuss des Parlaments beschlossen wird und im nächsten Plenum zur Abstimmung gelangt", stellte Amon klar.

Ein weiteres Thema ist für Amon die Harmonisierung der Pensionssysteme. "Hier muss sichergestellt werden, dass es zu einem raschen Abschluss der Verhandlungen kommt", so Amon. In diesem Zusammenhang forderte Amon auch eine Schwerarbeiterregelung. "45 Beitragsjahre müssen definitiv genug sein".

Beim Thema Gesundheitsreform habe man nun die Möglichkeit, in der Kommunikation etwas zu ändern. "Man darf nicht den Eindruck vermitteln, dass es hier um die Verordnung eines Sparprogramms geht, sondern man muss vielmehr sicherstellen, dass eine nachhaltige Absicherung unseres hervorragenden Gesundheitssystems das Ziel ist", so der ÖAAB-Generalsekretär. Die Gesundheitsministerin ersuchte er, im Sinne der Selbstverwaltung den Sozialpartnern und Ländern Zielvorgaben zu machen. "Dann wird man auch zu einer ganzheitlichen Lösung kommen, die nicht nur eine reine Symptomdebatte darstellt wie zum Beispiel jene um das Hanusch-Krankenhaus oder um den Wiener Kassenvertrag", schloss Amon.

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