Tumpel kritisiert Regierung und Wirtschaft: Beim Recht auf Teilzeit gibt es nichts zu feiern

Wien (AK) - "Was die Regierung als nächsten großen Schritt in der Familienpolitik preist, ist wahrlich kein Grund zum feiern. Immerhin nimmt diese Regierung in Kauf, dass hunderttausende Frauen und Männer vom Recht auf Elternteilzeit ausgeschlossen bleiben", kritisiert AK Präsident Herbert Tumpel. Mit einem derartigen juristischen Flickwerk werden jedenfalls die Interessen der Mehrzahl der jungen Eltern nicht berücksichtigt. Die Regierung verunmöglicht allein durch die Einschränkung bei der Beschäftigungsdauer einem Drittel der ArbeitnehmerInnen den Zugang zum Rechtsanspruch. Kritik übt Tumpel auch an der Wirtschaftskammer, die für die Elternteilzeit "Betriebe" als "Betriebsteile" interpretiert haben möchte. Damit wären viele Filialen der großen Handelsketten nicht umfasst. Tumpel: "Die dort Beschäftigten wären weiterhin Bittsteller um eine Teilzeitbeschäftigung. Die Zahl der Ausgeschlossenen erhöht sich dadurch auf 1,8 Millionen Frauen und Männer." Der AK Präsident lehnt auch die Regelung ab, wonach Lehrlinge generell von Rechtsanspruch ausgenommen werden sollen - auch wenn sie alle anderen Voraussetzungen erfüllen. "Meine Forderung bleibt aufrecht: Das Recht auf Teilzeit muss für alle Eltern gelten, auch in Betrieben mit bis zu 20 Beschäftigten und für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die noch nicht drei Jahre beschäftigt sind", sagt Tumpel.

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