Radikale Katholikengruppen behindern Verhütungsinformation - Teil 2

Wien (OTS) - ... An den Schulen gibt es keine Kondomautomaten
obwohl doch der Jugend dauernd gepredigt wird, sich vor Schwangerschaft und sexuell übertragbaren Krankheiten mit Kondomen zu schützen.

... Es gibt bei keinem schulärztlichen Dienst die 'Pille danach' wie das etwa in Frankreich selbstverständlich ist. Darüberhinaus ist die ’Pille danach¹ in acht weiteren europäischen Ländern rezeptfrei erhältlich. In Österreich hingegen sind Frauen, die die 'Pille danach' als Notfallverhütung brauchen, vor allem am Wochenende und in der Nacht oft zu einem sinnlosen und manchmal auch entwürdigenden Hindernislauf gezwungen

Fiala weiter: "Ich frage mich manchmal, wie nah oder wie fern wir den prophetischen Worten von Sigmund Freud sind, der bereits im Jahre 1898 wünschte, "den verantwortungsvollen Akt der Kinderzeugung ... von der Verquickung mit der notwendigen Befriedigung eines natürlichen Bedürfnisses loszulösen."

Das war vor mehr als 100 Jahren. In den Dreißigerjahren gab es die bahnbrechenden Entdeckungen von Prof. Knaus und Prof. Ogino zur Bestimmung der sicheren und unsicheren Tage. In den Sechzigerjahren wurde schließlich die Pille eingeführt, an deren Entwicklung eine Reihe österreichischer Forscher wesentlich beteiligt war. Und in den letzten Jahren kamen schließlich Verhütungsmittel in vielen neuen Darreichungsformen auf den Markt, die alle Freuds Hoffnung erfüllen, die verantwortungsvolle Kinderzeugung von der Sexualität zu trennen. Wenn man sie nur anwendet!"

(Fortsetzung)

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Dr. Christian Fiala
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