ÖGJ: Präsenz- UND Zivildienst auf sechs Monate verkürzen!

Strasser will Fortsetzung alter Ungerechtigkeiten

Wien (ÖGJ/ÖGB) - "Eine adäquate Verkürzung des Zivildienstes bedeutet für uns, dass der Zivildienst um keinen Tag länger sein darf als der Präsenzdienst", sagt der Bundessekretär der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ), Mario Lindner. Innenminister Ernst Strasser hatte zuvor gefordert, dass der Zivildienst um "adäquate" zwei Monate verkürzt werden müsse, falls die Bundesheer-Reformkommission eine Verkürzung des Präsenzdienstes durchsetzen sollte. Lindner: "Eine Ungleichbehandlung von Wehr- und Zivildienern hat lange genug stattgefunden. Jetzt ist es an der Zeit, gleiche Verhältnisse für beide zu schaffen."++++

Ein zehn Monate dauernder Zivildienst neben einem sechs Monate dauernden Präsenzdienst wäre "nur eine Fortsetzung der alten Ungerechtigkeit mit neuen Vorzeichen", sagt Lindner. Die ÖGJ fordert seit langem die Verkürzung von Heeres- und Zivildienst - und zwar in beiden Fällen auf sechs Monate. "Zivildiener leisten einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft. Es kann nicht sein, dass sie dafür durch eine doppelt so lange Dienstzeit bestraft werden", so der Bundessekretär.(fk)

ÖGB, 18. Mai
2004
Nr. 352

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