ÖAMTC bedauert Polarisierung durch Schaltung eines Inserats im Clubmagazin

Club kann nicht Plattform für Austragung weltanschaulicher Konflikte sein

Wien (ÖAMTC-Presse) - "Es kann nicht Aufgabe des ÖAMTC sein, eine Plattform für die Austragung weltanschaulicher Konflikte zu bilden", erklärt der Generalsekretär des Clubs, Hans Peter Halouska, anlässlich der Debatte um eine Insertion im Clubmagazin.

In der Mai-Ausgabe des "auto touring" ist ein bezahltes Inserat zum Thema "Sex im Urlaub" erschienen. Dieses Inserat enthielt Informationen zur Vermeidung unerwünschter Schwangerschaften. Neben der Empfehlung "Weitere Infos erhalten Sie von Ihrem Gynäkologen, Ihrem praktischen Arzt" enthält das Sujet auch die Internetadresse und Telefonnummer eines Ambulatoriums, das Schwangerschaftsabbrüche durchführt. Es war nicht absehbar, dass diese Anzeigenseite, gebucht über eine Werbeagentur im Auftrag einer Pharma-Firma, zu einer Polarisierung unter den ÖAMTC-Mitgliedern führt. "Das bedauere ich zutiefst. Im nächsten Heft gibt es keine weitere Schaltung dieses Inserats", erklärt ÖAMTC-Generalsekretär Hans Peter Halouska die weitere Vorgangsweise. Auch wenn es jetzt ebenso heftige Proteste von Mitgliedern gibt, die in der Ablehnung dieses Inserats eine Zensur und das Vorenthalten wichtiger Informationen für Frauen sehen. "Ich ersuche beide Seiten um Verständnis, für diese Entscheidung", sagt der Generalsekretär.

Der ÖAMTC ist eine auf freiwilliger Mitgliedschaft basierende, politisch und wirtschaftlich unabhängige Mobilitäts-Dienstleistungs-Organisation. Der Club bezieht Stellung, wann immer er die Kompetenz dazu hat. Das kann sich auch durchaus um kontroversielle Themen wie Punkteführerschein oder Diesel-Partikelfilter handeln. Der Club nimmt sich aber bei polarisierenden, weltanschaulichen oder parteipolitischen Fragen zurück, für die er keine Legitimation hat. Aus diesem Grund hat der ÖAMTC auch stets Inserate von politischen Parteien abgelehnt.

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ÖAMTC-Presse/Sabine Fichtinger

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