Volk soll über Einsatz der Gentechnik basisdemokratisch entscheiden

Gen-Volksabstimmung könnte mit Referendum über EU-Verfassung kostengünstig gekoppelt werden

Klagenfurt, 2004-05-18 (fpd) Wenn die EU über unsere berechtigten Sorgen und Bedenken hinsichtlich genmanipulierter Lebensmittel nur noch rücksichtslos und mit Häme drüberfahre, müsse eine Volksabstimmung über den österreichischen Weg entscheiden, fordert der freiheitliche Umweltsprecher LAbg. Johann A. Gallo. Die Gen-Volksabstimmung könnte mit dem Referendum über die EU-Verfassung kostengünstig gekoppelt werden.

"Es geht letztlich um unser tägliches Brot und darum, ob dieses weiter natürlich oder nur noch mit unberechenbaren Risiken für Mensch, Tier und Erbe erzeugt werden kann", so Gallo. Eine große Mehrheit der österreichischen Konsumenten hätte derzeit keinen Bedarf an gentechnisch veränderten Lebensmitteln und wohl nicht zufällig unter Verschluss gehaltene Studien würden beängstigende Gefahren signalisieren. Verantwortungsbewusst erstellte Risikoanalysen vermitteln darüber hinaus die Unkalkulierbarkeit und Unumkehrbarkeit des GVO-Einsatzes in der Landwirtschaft, sodass keine Versicherung bereits sei, solche Risken zu versichern. Die Gefahr einer Monopolstellung der Gen-Industrie in der Lebensmittelerzeugung wachse rapide, Sicherheit und Verträglichkeit würden mit sündteurer Propaganda lediglich vorgegaukelt. Auf der Strecke bleiben würden die Weisheit der Natur und die Freiheit der Entscheidung für uns Menschen.

Die Österreicherinnen und Österreicher hätten mit ihrem Nein vom 5. November 1978 und dem nachfolgenden Verzicht auf die friedliche Nutzung der Atomkraft - denken wir nur an Tschernobyl 1986 - bereits einmal und europaweit vorbildlich Weitblick zu Gunsten eines gesünderen Lebens bewiesen, erinnert der Abgeordnete. Weder sei danach der technische Fortschritt behindert worden, noch gab es die damals ebenso gerne prophezeite Energieversorgungskatastrophe. Vielmehr sei der Weg zu einer innovativen Weiterentwicklung natürlicher einheimischer Energieformen nachhaltig geebnet und Österreichs Abhängigkeit vom Ausland weiter gemindert worden. Dies sollte auch Österreichs EU-Kommissar Franz Fischler bedenken, dessen überwiegend österreichfeindlicher Kurs in Brüssel wohl auch das praktische Aus für unsere Biolandwirtschaft bedeuten würde, rät Gallo.

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