Wehrdienstzeitverkürzung: "Gudenus zeigt sich besorgt"

"Die in Diskussion stehende Wehrdienstzeitverkürzung ist eine höchst unsoziale Maßnahme zum falschen Zeitpunkt"

Wien, 2004-05-18 (fpd) - Der freiheitliche Bundesrat Mag. John Gudenus und Seniorensprecher der FPÖ-Parlamentsfraktion zeigte sich heute besorgt über die von der Bundesheerkommission ins Auge gefaßte Wehrdienstzeitverkürzung. ****

Besondere Auswirkungen würde eine solche auf den Zivildienst und seine aus dem sozialen Bereich nicht mehr fortzudenkenden positiven Leistungen haben. Es seien daher ehest Überlegungen über einen Sozialdienst sowohl für Männer als auch für Frauen anzustellen, um nicht eine Wehrdienstzeit- und Zivildienstzeitverkürzung auf den Rücken der Schwachen, Kranken und Alten durchzuführen, meinte Gudenus.

Im Heeresbereich selbst würde die geplante Wehrdienstzeitverkürzung zur Verteuerung des Erhalts der Einsatzbereitschaft des Heeres führen. "Die traurige Budgetsituation läßt erahnen, daß mit dieser geplanten Wehrdienstzeitverkürzung ein weiterer Abbau an Sicherheits-und Einsatzbereitschaft der Landesverteidigung einher gehen wird", betonte Gudenus.

Und drittens sei eine Wehrdienstzeitverkürzung zum Zeitpunkt einer wirtschaftlichen Krise, wie sie derzeit europaweit herrsche, der denkbar schlechteste Zeitpunkt. Eine derzeit diskutierte Wehrdienstzeitverkürzung trage zur Erhöhung der Arbeitslosenzahlen bei. Dies könne doch nicht die Absicht der Bundesheerreformkommission sein, so Gudenus. Daher ist diese in Diskussion stehende Wehrdienstzeitverkürzung eine höchst unsoziale Maßnahme zum falschen Zeitpunkt, sagte Gudenus abschließend. (Schluß)

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