Frauenringvorsitzende gegen Werbeverbot für Verhütung

Skandal um Opus dei-nahe "LebensschützerInnen"

Wien (Frauenring) - "Ich halte das schlicht für einen Skandal und Menschenfeindlichkeit", kritisiert die neue Vorsitzende des Österreichischen Frauenringes, Dr. Sabine Oberhauser, den Versuch radikaler, Opus dei-naher "LebensschützerInnen", Informationen über Verhütung zu unterdrücken.++++

Der konkrete Anlassfall ist, dass diese radikale Gruppe gegen ein Inserat über "Verhütung im Sommer" im ÖAMTC-Magazin protestierte und letztlich sich der ÖAMTC verpflichtete, dieses Inserat nicht mehr zu schalten. Oberhauser: "Verhütung ist im Zeitalter von AIDS und verantwortungsvoller Partnerschaften die vordringlichste Aufgabe. Wer sich dagegen stellt handelt zutiefst menschenfeindlich und treibt Frauen letztlich in den Schwangerschaftsabbruch".

Die neue Vorsitzende des Frauenringes fordert dagegen verstärkte Anstrengungen vor allem auch Jugendliche über die partnerschaftlichen Verhütungsmethoden zu informieren. Oberhauser, die auch Beauftragte der Stadt Wien für Kinder- und Jugendgesundheit ist: "Wir müssen ständig informieren und auch den Zugang zu Verhütungsmittel gerade auch für Jugendliche erleichtern. Wer Verhütung quasi verbieten will schadet vor allem den Frauen."(ff)

ÖGB, 18. Mai
2004
Nr. 351

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