Lichtenberger: EU-Zulassung für Gen-Mais wäre skandalöser Dammbruch

SP-Swoboda soll Kommissar Byrne zur Vernunft bringen

Wien (OTS) - "Die für morgen geplante Entscheidung der EU-Kommission über die Zulassung von Genmais der Sorte 'Bt 11' wäre das Ende des sechsjährigen Gentech-Moratoriums auf EU-Ebene und ein skandalöser Dammbruch. Denn in Folge drohen über 30 weitere Gen-Pflanzen zugelassen zu werden und den europäischen Markt zu überschwemmen. Und das, obwohl die gesundheitliche Unbedenklichkeit nicht gewährleistet ist", warnt Eva Lichtenberger, Abgeordnete der Grünen und Kandidatin zur EU-Wahl. Beim Bt11-Mais, der als Lebensmittel in die Supermärkte kommen soll, seien nämlich keine ausreichenden Studien über die Toxizität durchgeführt worden.

"Es ist ein Skandal, dass die EU-Kommission durch Druck der USA einen Pro-Gentechnik-Kurs fährt, obwohl die klare Mehrheit der europäischen Bevölkerung Gen-Lebensmittel ablehnt", so Lichtenberger. Es sei schlicht verantwortungslos, wenn der zuständige (sozialdemokratische) Kommissar David Byrne den Gen-Mais für unbedenklich erkläre. Lichtenberger fordert den SPÖ-Spitzenkandidaten Hannes Swoboda auf, sich unverzüglich an seinen Parteifreund Byrne zu wenden und den Gentechnik-Kommissar zur Vernunft zu bringen.

Aber auch ÖVP-Umweltminister Pröll habe es offensichtlich verabsäumt, in Brüssel Überzeugungsarbeit zu leisten. "Denn wie sonst ist es erklärbar, dass mittlerweile sogar Österreichs EU-Kommissar Fischler keine Einwände gegen die Zwangsbeglückung der europäischen BürgerInnen mit genmanipuliertem Mais hat." Die Grünen treten vehement für die Aufrechterhaltung des Moratoriums ein. "Solange gesundheitliche Risken ungeklärt sind, dürfen keine Gen-Produkte auf unseren Tellern landen", appelliert Lichtenberger.

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