"Austrian Days": EU-Welcome-Veranstaltungen für die baltischen Tiger

Bilaterale Handelsbeziehungen mit Estland, Lettland und Litauen boomen - Litauen ist mittlerweile der wichtigste Handelspartner im Baltikum

Wien (PWK352) - Die EU-Erweiterung war einer der wichtigsten Schritte der jüngsten europäischen Geschichte. Nicht nur die neuen EU-Mitglieder werden davon profitieren, auch Österreich gilt als einer der größten Gewinner. Um diese "Win-Win-Situation" entsprechend zu unterstreichen, veranstaltet die Wirtschaftskammer Österreich diese Woche gemeinsam mit Politik, Wirtschaft und Kultur in den baltischen Staaten so genannte "Austrian Days" -Willkommensveranstaltungen für die neuen Unionsmitglieder in ihren jeweiligen Hauptstädten mit Gala-Abenden, Workshops sowie Presse- und Kulturevents.

Österreich präsentiert sich in diesen Großveranstaltungen vor insgesamt mehr als 600 führenden Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft als kompetenter Wirtschaftspartner, als Tourismusregion und als attraktiver Standort. So nehmen die Generalsekretärin des estnischen Wirtschaftsministerium, Marika Priske, der Kabinettschef des estnischen Außenministeriums, Mart Laanemäe, sowie Europas jüngster Handelskammerpräsident (26 Jahre) Siim Raie daran teil. In Riga fanden unter anderem Treffen zwischen WKÖ-Vizepräsident Richard Schenz und Lettlands Premierminister Indulis Emsis, und dem Vizepremier und Verkehrsminister, Ainars Slesers, statt. Schenz betont, dass "die Präsentation von österreichischer Musik, Kunst, Tourismus-Highlights und natürlich auch kulinarischen Köstlichkeiten inklusive von Verkostungen österreichischer Weine, zeigt, dass der europäische Geist weit über Politik und Wirtschaft hinaus präsent ist." Walter Koren, Leiter der Außenwirtschaft Österreich (AWO) der WKÖ, ergänzt: "Ein gemeinsames Auftreten von Politik und Wirtschaft sowie Kultur lässt diesbezüglich ein positives Österreich-Image am besten transportieren."

Schenz unterstrich auch die enge Verflechtung der österreichischen Wirtschaft mit den drei "baltischen Tigern". Sowohl ex- als auch Importe boomen in beide Richtungen. Seit dem Jahr 2000 haben sich etwa die österreichischen Ausfuhren nach Estland verdoppelt. Auch wenn 2003 nicht mehr die zweistelligen Zuwachsraten der Vorjahre erzielt wurden, stiegen die österreichischen Exporte um 6,2% auf 73 Mio Euro. Für die Jahre 2004 und 2005 verspricht aber ein 165 Millionen-Euro-Zellstoffwerkprojekt eines norwegischen Investors umfangreiche Zuliefermöglichkeiten und damit ein ausgezeichnetes Wachstumspotential für die heimischen Exporte", erwartet Johannes Brunner, der für Estland zuständige WKÖ-Handelsdelegierte. Die österreichischen Importe aus Estland legten im vergangenen Jahr um 68,5% auf 37,5 Mio Euro zu. Der österreichische Handelsbilanzüberschuss verringerte sich auf Grund der stark angestiegenen Importe im Vorjahr auf rund 30 Mio Euro. Die österreichischen Direktinvestitionen beliefen sich auf 72,7 Mio Euro. Österreich rangiert damit an 10. Stelle der wichtigsten Herkunftsländer ausländischer Direktinvestitionen.

Die österreichischen Exporte nach Lettland stiegen in den vergangenen zehn Jahren um mehr als das Zehnfache, gleichzeitig nahmen die österreichischen Einfuhren aus Lettland um das Fünffache zu. Nach den zweistelligen Wachstumsraten in den vergangenen beiden Jahren legten die österreichischen Ausfuhren 2003 eine leichte Verschnaufpause ein und gingen um 3,6% auf 76,9 Mio Euro zurück. Auch die Einfuhren verzeichneten 2003 einen Rückgang um 4,9% auf 19,2 Mio Euro.

Litauen entwickelte sich 2003 zum wichtigsten Handelspartner Österreichs im Baltikum. Die österreichischen Ausfuhren durchbrachen erstmals deutlich die 100 Millionen-Euro-Grenze und der rund 60%ige Exportanstieg gegenüber dem Jahr 2002 brachte erfreuliche Marktanteilsgewinne für die österreichische Exportwirtschaft. Im gleichen Zeitraum nahmen die litauischen Gesamtimporte nämlich nur um 4,9 % zu. Gleichzeitig entwickelten sich auch die österreichischen Importe aus Litauen ausgesprochen positiv und erreichten 2003 einen Wert von 30 Mio Euro (+16%). (BS)

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