KriminalbeamtInnen lehnen Strassers Exekutivreform ab

Gewerkschaft und Personalvertretung gestärkt

- Wien (Kriminalbeamtengewerkschaft/ÖGB). Ein eindeutiges Ergebnis hat die Befragung der mehr als 2.000 KriminalbeamtInnen (das Innenministerium verweigert die Bekanntgabe des genauen Personalstandes) gebracht. Die Teilnahme betrug rund 70 Prozent. Der Vorsitzende der Kriminalbeamtengewerkschaft Gottfried Haselmayer wertet das Ergebnis als Rückenstärkung von Gewerkschaft und Personalvertretung.++++

Das Ergebnis:

Frage 1: Der Kriminaldienst muss ein eigenständiger Wachkörper bleiben. Alle für den Kriminaldienst ausgebildeten Exekutivbeamten müssen in einem Kriminalbeamtenkorps zusammengefasst werden.
Ja: 96 Prozent
Nein: 0,9 Prozent
Egal: 2,7 Prozent
Enthaltung: 0,4 Prozent

Frage 2: Die derzeitige Kriminalitätsentwicklung zeigt, dass die im Kriminaldienst eingesetzten Kräfte zu gering sind. Die Personalstände der Kriminaldienststellen müssen entsprechend angehoben werden.
Ja: 98 Prozent
Nein: 0,6 Prozent
Egal: 1,1 Prozent
Enthaltung: 0,3 Prozent

Frage 3: Einen nicht im Kriminaldienst ausgebildeten Beamten der Sicherheitswache oder der Bundesgendarmerie lehne ich ald Leiter einer kriminalpolizeilichen Dienststelle ab.
Ja: 92,7 Prozent
Nein: 2,5 Prozent
Egal: 4,5 Prozent
Enthaltung: 0,3 Prozent

Frage 4: Die derzeit im Kriminaldienst angewendeten Dienstzeitregelungen sind effizient und den örtlichen Verhältnis angepasst. Ich lehne daher die Einführung von Dienstzeitregelungen im Sinne von DZS04 ab.
Ja: 86,8 Prozent
Nein: 5,1 Prozent
Egal: 6,9 Prozent
Enthaltung: 1,2 Prozent

Frage 5: Bei der Neugestaltung der Exekutive muss der Kriminaldienst, wie auch in anderen Staaten innerhalb der EU, eine aufgewertete Stellung in dienst- und besoldungsrechtlicher Hinsicht einnehmen. Ja: 99 Prozent (ff)

ÖGB, 18. Mai 2004 Nr. 348

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