Swoboda: Gegen die Harmonisierung der Kulturen in Europa

Wien (SK) "Europa sollte einen Einigungsprozess darstellen,
aber keine Vereinheitlichung von allem und jedem", brach SPÖ-Spitzenkandidat für die Europawahlen Hannes Swoboda am Montag im Rahmen der Eröffnung der Ausstellung "Transeuropa" - in der Künstler und Künstlerinnen aus allen neuen Mitgliedsländern der EU vertreten waren - eine Lanze für die Bewahrung der kulturellen Vielfalt in Europa. "Nicht alles muss harmonisiert und homogenisiert werden", betonte Swoboda - und sprach damit neben den künstlerischen Ausdrucksformen auch die "europäischen Kultur der öffentlichen Dienstleistungen" an, welche Erziehung, Ausbildung aber auch Dinge wie die Gesundheitsversorgung und die Versorgung mit Wasser umfasse.****

Swoboda ging im besonderen auf die Situation in den neuen EU-Mitgliedsländern ein: "Dort befürchten die Menschen, dass ihnen nun Kulturformen von Brüssel aufgezwungen werden." Es dürfe in keinem Fall zur Entwicklung eines derartigen "westeuropäischen Neokolonialismus" kommen, unterstrich Swoboda. Vielmehr solle der Abbau der Grenzen dazu beitragen, dass neue Chancen zur Entfaltung der Kultur und damit zur Stärkung der Vielfalt der Kulturen entstehen. Um dies zu erreichen, brauche es die Mitarbeit aller Bürger und Bürgerinnen Europas, zeigte sich Swoboda überzeugt. Denn, so der SPÖ-Spitzenkandidat: "Europa ist kein fertiges Produkt, wir müssen es gemeinsam aufbauen - und dazu ist Kultur unverzichtbar." **** (Schluss)lm

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