- 14.05.2004, 13:53:10
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Cartellverband - Hauptversammlung in Graz: Bildungspolitik muss Leistung ermöglichen!
Borchardt: "Tri"-Semesterlösung und verpflichendes Auslandsstudium würde Flexibilität erhöhen
Wien (OTS) - Der Österreichische Cartellverband (ÖCV), der mit
rund 12.000 Mitgliedern größte katholische Studenten- und
Absolventenverband Österreichs, hält seine diesjährige
Hauptversammlung in der steiermärkischen Landeshauptstadt Graz ab.
Aus diesem Anlass zog der Präsident des ÖCV Leo Borchardt
bildungpolitische Bilanz und forderte weitere Verbesserungen im
Bildungssystem ein.
Borchardt: "Als größter Studenten und Absolventenverband
Österreichs hat der ÖCV eine gewichtige Stimme in bildungspolitischen
Fragen. Das hat auch das letzte Arbeitsjahr bewiesen, in dem gleich
vier zentrale Forderungen des Cartellverbandes umgesetzt wurden."
Als Erfolg wertet Borchardt die Einführung Von Bildungsstandards
wodurch die Universitäten in Zukunft davon ausgehen können, dass alle
Neu-Inskrepenten bestimmten Wissensstandards entsprechen.
Auch die Selbstverwaltung der Universitäten durch das UG 2002 ist ein
wichtiger und richtiger Schritt in die Zukunft der Bildungspolitik.
Ein Schritt in die richtige Richtung sind für Borchardt die
Zweckwidmung der Studienbeiträge und die Absetzbarkeit dieser wie sie
der ÖCV gefordert hat. Für das Rechnungsjahr 2003 kann man erstmals
die Beiträge absetzten.
Trotz dieser Erfolge ist es für den Präsidenten des
Österreichischen Cartellverbandes aber unumgänglich, weitere
Verbesserungen unseres Bildungssystems zu fordern.
Borchardt: " Bildungspolitik muss Leistung ermöglichen und die
Flexibilität der Studierenden unterstützen."
Dabei gibt es für Leo Borchardt drei zentrale Forderungen.
Einerseits ist es wichtig, die Sommerpause durch die Einführung eines
optionalen "Tri"-Semesters zu nutzen, denn dies würde zu einer
Senkung der Studiendauer führen. Andererseits muss die
Internationalisierung der österreichischen Studierenden durch die
Einführung eines verpflichtenden Auslandsstudiums optimiert werden.
Borchardt: "Im Moment absolviert nur ein gutes Viertel der
Absolventen zumindest einen Teil ihrer Ausbildung im Ausland. Diese
Zahl ist nach Meinung des ÖCV viel zu niedrig. Der Ansatz sollte aber
nicht sein, dass alleinig die öffentliche Hand noch mehr Geld in das
Förderwesen investiert. Darum fordert der ÖCV die Politik auf, sich
für Kooperationsmodelle zwischen Universitäten und Wirtschaft
einzusetzen. Ein verpflichtendes Auslandssemester soll in allen
Studienrichtungen angestrebt werden. Selbstverständlich muss es auch
Ausnahmen geben für Studierende die auf Grund familiärer Verhältnisse
(Studierende mit Kind) oder aus beruflichen Gründen (Abendstudium)
den jeweiligen Studienort nicht verlassen können."
Als dritten wichtigen Punkt sieht Borchardt Einführung eines
Qualitätsmanagementssystems für die Fachhochschulen wo künftig
verstärkt die Losung gelten muss: "Qualität statt Quantität."
"Die Gründung der österreichischen Fachhochschulen ist eine
Erfolgsstory. Nun gilt es nicht mehr nur auf den Zuwachs bei der
Anzahl der Fachhochschul-Studenten und Studiengängen zu schauen,
sondern es ist höchst an der Zeit, die hohe Qualität zu sichern und
auszubauen! Dies vor allem in Verpflichtung gegenüber den
Studierenden der Fachhochschulen. Für den ÖCV ist daher die
Einführung eines Qualitätsmanagementssystems, zu dem die Erhalter von
Fachhochschulen verpflichtet werden, wünschenswert. Nur so kann der
gute Ruf unserer Fachhochschulen und deren Absolventen gesichert
werden," so ÖCV Präsident Borchardt abschließend.
OTS0207 2004-05-14/13:53
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