Kollross: Drogen-Tests auch für "verhaltensauffällige" FPÖ-PolitikerInnen?

Wien (SK) Eine klare Absage erteilt Andreas Kollross, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend Österreich (SJÖ), der Forderung von FPÖ-Generalsekretärin Bleckmann, Drogentests an auffälligen SchülerInnen einzuführen. "Nach der ‚moralischen Offensive' der ÖVP lanciert nun die FPÖ eine Kriminalisierungskampagne gegen die Jugend. Bleckmann entlarvt die FPÖ damit als eine Partei, die gegen die Jugend agiert", sagte Kollross am Freitag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ und stellte die rhetorische Frage, ob Bleckmann daran gedacht habe, auch für "verhaltensauffällige FPÖ-PolitikerInnen" solche Tests zu fordern. ****

Kollross rät Bleckmann, sich für sinnvolle Maßnahmen für junge Menschen einzusetzen, anstatt die "totale Überwachung" derselbigen zu fordern: "Die Jugendarbeitslosigkeit ist seit vier Jahren FP-ÖVP-Regierungsarbeit permanent gestiegen. Beide Regierungsparteien verhindern eine bundesweite Wahlaltersenkung, die persönliche Freiheit der Beziehungen Jugendlicher wurde 2002 unter Aufsicht gestellt, aber die FPÖ hat nichts Besseres zu tun, als noch mehr Eingriffe in die Privatsphäre Jugendlicher zu fordern."

Kollross wirft der FPÖ auch eine kontraproduktive Strategie in Sachen Suchtbekämpfung vor: "Sucht hat ihre Ursachen in der Gesellschaft. Aus diesem Grund muss die Antwort auf die Bekämpfung von Sucht in der Schaffung von Perspektiven für die Menschen sein. Bisher hat die Bundesregierung aber nur das Gegenteil davon getan: Sie tut alles, um der Jugend die Zukunft zu nehmen."

Für Kollross ist es als Antwort auf die Forderung Bleckmanns durchaus legitim, im Gegenzug verpflichtende Drogen- und Alkoholtests für auffällige FPÖ-PolitikerInnen einzuführen: "Wenn wir diese Logik gedanklich bis zum bitteren Ende verfolgen, dann kommen wir an einen Punkt, wo jede/r jede/n kontrolliert. Dass dies für die FPÖ so erstrebenswert scheint, ist bezeichnend, da sie ja auch keine Gelegenheit auslässt, die Schuld an ihrer verfehlten Wirtschaftspolitik MigrantInnen in die Schuhe zu schieben. Bei einer seriösen Analyse der gesellschaftlichen Verhältnisse müssten die Damen und Herren der FPÖ zu dem Schluss kommen, dass es das Beste für alle wäre, wenn sie den Hut nähmen." (Schluss) up/mp

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