Bauernkrankenkasse verhandelt neue Finanzierung

Wien (OTS) - Die finanzielle Situation aufgrund der allseits bekannten schlechten Riskenstruktur der Bauernkrankenversicherung zwingt zu weiteren Reformschritten. Durch das Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes mit dem der Ausgleichsfonds der Krankenversicherungsträger aufgehoben wurde, hat die bäuerliche Krankenversicherung dieses solidarische Element verloren. Reformen sind daher notwendig, weil sonst eine Neuverschuldung von über 28 Millionen Euro droht. Damit würde die Bewegungs- und Entscheidungsfreiheit des Unternehmens eingeengt werden oder sogar verloren gehen.

Der Obmann der Sozialversicherungsanstalt der Bauern Karl Donabauer hat daher ein Maßnahmenbündel vorgeschlagen und beantragt. Darüber wurden Beratungen geführt und entschieden, dass umgehend Verhandlungen mit den politisch Verantwortlichen zu führen sind, die zur Lösung der angespannten Situation beitragen. Ziel ist es, dass die notwendigen gesetzlichen Maßnahmen bis zum 1. Juli getroffen werden, damit der Versicherungsschutz für die bäuerlichen Familien auch weiterhin gewährleistet werden kann.

Dazu sind unternehmenspolitische Entscheidungen, wie weitere Immobilienmaßnahmen vorgesehen, die schon im Laufen sind. Zudem sind die Sonderzahlungen an die Ärzte, die bereits halbiert werden konnten, zu reduzieren bzw. aufzulassen.

Auch beitragsseitige Maßnahmen sind zu treffen, dafür habe ich konkrete Vorschläge vorgelegt, erklärte Donabauer.

In der Verhandlung müssen auch Mittel zur Abdeckung fehlender Beiträge aus der Tabaksteuer angesprochen werden. Diese sind zur Finanzierung des Gesundheitswesens zweckgewidmet, deshalb erwarten sich die Bauern ihren Anteil entsprechend ihren Strukturnachteilen.

Somit würde die Finanzierung geordnet und eine unverzügliche Schuldentilgung möglich werden. Es ist die Aufgabe der Selbstverwaltung in Wahrnehmung ihrer Verantwortung auch in einer extrem schwierigen Situation Lösungen anzudenken und diese auch einzubringen. Es geht darum, dass langfristig eine ausgeglichene Finanzierung hergestellt werden muss, um die soziale Sicherheit für die bäuerlichen Familien zu gewährleisten, so Donabauer.

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