Pharmig fordert Nutzenrechnung für das Gesundheitswesen

Nicht der Kosten-, sondern der Nutzenaspekt muss bei Medikamenten im Vordergrund stehen - ein Auftrag für die Gesundheitsreform.

Wien (OTS) - Ein richtig eingesetztes Medikament spart ein Vielfaches seiner Kosten und ist die mit Abstand günstigste und auch angenehmste Therapie für den Patienten. Für Erhard P. Geisler, Geschäftsführer der Pharmig, Vereinigung pharmazeutischer Unternehmen, ein Aspekt, der bisher in der Diskussion über die Gesundheitsreform zu kurz gekommen ist: "Wenn wir über die Gesundheitsreform reden, reden wir immer nur über Sparmaßnahmen. Keiner redet darüber, was die eingesetzten Mittel überhaupt bringen."

So werde zwar ständig über steigende Medikamentenkosten geklagt, im Gegenzug dazu jedoch nicht informiert, wie viel man durch den vernünftigen Einsatz von Medikamenten sparen könne. Paradebeispiel ist die Behandlung eines Magengeschwürs. Moderne Medikamente, sogenannte Protonenpumpenhemmer, machen jedes Jahr etwa 7.000 Magen-bzw. Darmoperationen überflüssig. Eine Operation kostet rund 10.000 Euro, die Medikamente, die dem Patienten die Operation ersparen, jedoch nur zwei Prozent dieser Summe. "Wir brauchen dringend eine volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, wo diese Zusammenhänge aufgezeigt werden", fordert Geisler. "Denn dann wird klar, dass Ausgaben für Medikamente Investitionen sind, die noch größere Ausgaben verhindern." Sein Schluss: "Sparen bei Medikamenten bedeutet Sparen am falschen Platz."

In letzter Zeit gibt es jedoch Anzeichen, dass die Pharmig-Forderung nach einer volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung auch von anderen Entscheidungsträgern im Gesundheitswesen unterstützt wird. Pharmig-Geschäftsführer Geisler: "Jetzt geht es darum, die gute Idee auch in die Tat umzusetzen."

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