Bildungsstandards: Wirtschaft für transparente Ergebnisse

Hochhauser: Einführung von Bildungsstandards ist ein Schritt in die richtige Richtung - Eltern, Schülern und Lehrern sollen die Ergebnisse aber auch zugänglich sein

Wien (PWK343) - Die Wirtschaftskammer Österreich begrüßt das Bekenntnis der Bundesregierung zur Einführung von Bildungsstandards an Volks- und Hauptschulen sowie an AHS-Unterstufen. Die stv. Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich, Anna-Maria Hochhauser, sieht darin einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung. Die nun vereinbarte Erprobungsphase sichere gut evaluierte Bildungsstandards, auf denen dann bestmöglich aufgebaut werden kann. Gleichzeitig setzt sich Hochhauser dafür ein, dass die Ergebnisse der Standardüberprüfung als Beiträge zum Leistungsvergleich der Schulen auch transparent gemacht werden sollen: "Die Überprüfungsergebnisse sollen auch als Beitrag für die Schulwahl und als Teil der Berufsorientierung gesehen werden. Warum sollten etwa Eltern sowie Schülerinnen und Schüler nicht erfahren, welche Schulen die Standards erfüllen und welche nicht?"

Hochhauser geht angesichts der sinkenden Schülerzahlen von einer Niveauanhebung jener Schulen aus, welche die Standards zur Zeit nicht erfüllen. "Wichtig ist, dass sich die Betriebe auf ein bestimmtes Niveau eines Pflichtschulabsolventen verlassen können. Grundkompetenzen wie Lesen, Rechnen und Schreiben müssen gesichert werden und bleiben", betont die Generalsekretärin. "Eine gute Ausbildung ist für einen attraktiven Wirtschaftsstandort unerlässlich."

Gerade im Hinblick auf die EU-Erweiterung sowie die schwierige Arbeitsmarkt- und Jugendbeschäftigungslage werde es immer wichtiger, die Jugendlichen optimal auf das Berufsleben und die Anforderungen, die in den Betrieben gestellt werden, vorzubereiten.

"Die Wirtschaft, die jährlich rund 38.000 Pflichtschulabsolventinnen und absolventen in ihre Betriebe zur Ausbildung aufnimmt, wünscht sich zudem Bildungsstandards für den Bereich der Berufsschulen", erklärt Hochhauser. Dies sei ein geeigneter Weg, um das Missverhältnis zwischen Abschluss der Berufsschule und Lehrabschlussprüfung abzubauen. (Ne)

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