Dialog zwischen GPA und UBIT zeigt erste Erfolge

Unternehmensberater als auch Betriebsräte bauen Berührungsängste ab

Wien (GPA/ÖGB) - Die Dialogkonferenz zwischen der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) und der Fachgruppe Unternehmensberatung Informationstechnologie (UBIT) war bereits die zweite Zusammenkunft der Spitzenvertreter beider Einrichtungen. Bereits bei der Eröffnung wurde sowohl von GPA-Vorsitzendem Sallmutter als auch vom Obmann der Standesvertretung der Unternehmensberater, Dr. Bock, auf die Bedeutung dieser Kooperation hingewiesen.++++

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen jedoch UnternehmensberaterInnen und BetriebsrätInnen, die in gemeinsamen Arbeitsgruppen versuchten, die jeweils andere Situation und Position besser zu verstehen, um damit eine bessere Vertrauensbasis zu schaffen. In die genau gleiche Richtung sprachen sich auch die Hauptverantwortlichen für diesen Dialog Karl Proyer, Geschäftsbereichsleiter Interessenvertretung in der GPA und Dr. Gerhard Hrebicek, Projektleiter des Dialogprojektes innerhalb der UBIT, aus. Beide unterstrichen, dass mit diesem Dialog der Abbau von Missverständnissen und unnötigen Barrieren in der gegenseitigen Einschätzung vorangetrieben werden soll. Mit Best Practice-Projekten soll Vorbildwirkung erzeugt und gezeigt werden, dass sich Dialogbereitschaft, gemeinsame Projektabwicklung mit Arbeitnehmervertretern und die Einhaltung ethischer Grundsätze für alle Seiten lohnt. Im Endeffekt soll jedoch dieser Dialog vor allem zur Sicherung des heimischen Arbeits- und Wirtschaftsstandortes dienen.

Sowohl Proyer als auch Dr. Hrebicek zeigten sich überzeugt, dass durch den andauernden Dialog zwischen BetriebsrätInnen und UnternehmensberaterInnen vorherrschende Ressentiments abgebaut und Kooperationsmöglichkeiten bei Beratungsprojekten geschaffen werden können. Beide unterstrichen auch bei der gestrigen Dialogkonferenz die Vorbildwirkung der getroffenen Dialogvereinbarung für andere Wirtschaftsbereiche. Als weiterführende Aktivitäten sind gemeinsame Aus- und Weiterbildungsmodule als auch die Zusammenarbeit bei Forschungsprojekten im Bereich Corporate Social Responsibility geplant.

Karl Proyer kann sich auch vorstellen, eigene Zertifikate an Consultants zu vergeben, die ihre ethische Verantwortung und Kooperationsbereitschaft schon in Projekten nachgewiesen haben. Corporate Governance-Vereinbarungen müssten in diesem Zusammenhang mehr werden als bloße Lippenbekenntnisse - darüber waren sich beide Seiten einig.

ÖGB, 13. Mai
2004
Nr. 337

Rückfragen & Kontakt:

GPA
Mag. Robert Böhm
Telefon: (01) 313 93-379
Mobil: 0676/817 111 379
eMail: robert.boehm@gpa.at

UBIT
Mag. Pia Maria Perina
Telefon: (01) 440 69 11
Mobil: 0650/440 20 30
eMail: perina@ping.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0004