Amon: Swoboda beweist Unkenntnis über Bildungspolitik

Bildungswesen in Österreich ist vorbildhaft

Wien, 13. Mai 2004 (ÖVP-PK) "Mit seinen Aussagen zu den Lissabonner Bildungszielen beweist der SP-Kandidat Swoboda völlige Unkenntnis über die aktuelle Bildungspolitik. Was aber schlimmer wiegt ist die Tatsache, dass er versucht, das gute österreichische Bildungswesen, das auch im europäischen Vergleich gut abschneidet, madig zu reden. Sollte es ihm nämlich gelingen, die gute und in Europa anerkannte österreichische Bildungs- und Wissenschaftspolitik schlecht zu machen, dann hat das natürlich auch negative Auswirkungen auf die Chancen junger Österreicherinnen und Österreicher, die in einem anderen Mitgliedstaat arbeiten wollen", sagte heute, Donnerstag, ÖVP-Bildungssprecher und ÖAAB-Generalsekretär Abg.z.NR. Werner Amon zu den jüngsten Wortspenden von Hannes Swoboda.

In Lissabon einigte sich der europäische Rat auf das Ziel, die Europäische Union zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt zu entwickeln. Dazu beschlossen die EU-Bildungsminister Benchmarks, mit denen die einzelnen Mitgliedsstaaten verglichen und Fortschritte beim Erreichen der Bildungsziele von Lissabon gemessen werden können. Österreich liege bei diesem Vergleich gut.

"So gibt es bei uns im Vergleich aller EU-Mitgliedsstaaten am wenigsten Schulabbrecher. Die Zielvorgabe der EU hat Österreich mit 9,5 Prozent heute schon unterschritten. Der EU-Schnitt liegt bei 18,8 Prozent. Die Zahl der Schulabbrecher wird in Österreich durch spezielle Maßnahmen wie die 'integrative Berufsausbildung', das Nachholen des Hauptschulabschlusses und des Lehrabschlusses weiter gesenkt werden. Mit einem Anteil von 86,5 Prozent der 22-Jährigen mit einem Abschluss der Sekundarstufe II hat Österreich auch das diesbezügliche EU-Ziel bereits erfüllt und liegt im EU-Vergleich an dritter Stelle", so Amon.

Ein besonders ehrgeiziges Ziel habe sich Österreich bei der Lesekompetenz der Schülerinnen und Schüler gesetzt, bei der wir bereits an der guten fünften Position im Vergleich von 20 EU-Staaten lägen. Mit der Initiative 'Lesefit' soll die Zahl der Jugendlichen mit Leseschwierigkeiten halbiert werden. EU-Bildungskommissärin Viviane Reding habe die LESEFIT-Initiative als "ausgezeichnetes Beispiel für eine notwendige neue Qualität im politischen Handeln, das sich auf Ergebnisse internationaler Untersuchungen stützt" bezeichnet.

"Swoboda irrt sich auch, was die Investitionen in die Bildung betreffen, denn das Bildungsbudget steigt kontinuierlich an. Den Universitäten steht heuer beispielsweise um sechs Prozent mehr Geld zur Verfügung als im vergangenen Jahr. In der Forschung zeigen die Zahlen der Statistik Austria, dass die Gesamtsumme der österreichischen Ausgaben des Jahres 2004 2,27 Prozent des BIP erreichen und gegenüber 2003 um 7,6 Prozent steigen wird. Österreich hat in jüngster Vergangenheit massiv und im europäischen Vergleich überdurchschnittlich in Forschung und Technologie investiert", sagte Amon. Dieser Weg werde mit der jüngsten Forschungsoffensive der Bundesregierung fortgesetzt, was auch in
der Europäischen Union Anerkennung finde.

So meinte der EU-Forschungskommissär Busquin Mitte März:
"Österreich ist 'ein gutes Beispiel' wie zusätzliche Anreize für die Forschung von Unternehmen durch steuerliche Anreize geschaffen werden könnten." "Swoboda sollte künftig die positiven Leistungen Österreichs stärker in den Vordergrund rücken und unsachliche und an den Fakten vorbeigehende Kritik an Österreich vermeiden, denn auf eine Stimme, die Österreich in der EU schlecht machen will, können wir verzichten", so Amon abschließend.

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