ÖGJ-Lindner zur Führerscheindiskussion: Höchstpreis 1.000 Euro!

Arbeitsfreier Prüfungstag gefordert

Wien (ÖGJ/ÖGB) - Die Österreichische Gewerkschaftsjugend (ÖGJ) unterstützt ein strengeres Vorgehen gegen Raser und Fahrerflüchtige. Der Punkteführerschein-Entwurf, den die ÖVP heute, Donnerstag, vorgelegt hat, sei eine diskussionswerte Möglichkeit dazu, sagt ÖGJ-Bundessekretär Mario Lindner. "Über der berechtigten Debatte um die Bestrafung von Verkehrsrowdys dürfen aber diejenigen Jugendlichen nicht vergessen werden, die die Führerscheinprüfung erst machen wollen. Für sie muss der Führerschein wieder erschwinglich werden", fordert Lindner.++++

Derzeit kostet der PKW-Führerschein in vielen österreichischen Fahrschulen deutlich mehr als 1.000 Euro. Die Gewerkschaftsjugend verlangt eine Erleichterung des Marktzutritts für neue Fahrschulen. Lindner: "Der dadurch entstehende Wettbewerb würde den Führerschein deutlich billiger machen. Das Ziel: 1.000 Euro Höchstpreis für den B-Schein."

Durch den Punkteführerschein und die damit verbundenen Nachschulungen und "Perfektionsfahrten" ergäben sich für die Fahrschulen neue Verdienstmöglichkeiten. "Im Gegenzug sollten diese die Kosten für die reguläre Fahrausbildung senken", fordert der ÖGJ-Bundessekretär.

Von Wirtschaft und Gesetzgeber verlangt die Gewerkschaftsjugend die Gewährung eines bezahlten arbeitsfreien Tages für die Ablegung der Führerscheinprüfung: "Die Unternehmer legen immer mehr Wert auf Flexibilität, viele Arbeitgeber setzen den B-Schein bei ihren MitarbeiterInnen bereits voraus. Ein freier Prüfungstag ist das mindeste, womit sie die Mobilität der Beschäftigten unterstützen könnten ", schließt Lindner.(fk)

ÖGB, 13. Mai
2004
Nr. 334

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