"Nach zögerlichem Start zufrieden stellende Ergebnisse", fasst FMA-Vorstand Dr. Pribil eine Marktstudie zum ersten operativen Jahr der Mitarbeitervorsorgekassen (MVK) zusammen

FMA begrüßt Bemühungen der MVKs für mehr Transparenz

Wien (OTS) - "Nach zögerlichem Start konnten die Mitarbeitervorsorgekassen (MVK) in ihrem ersten operativen Geschäftsjahr zufrieden stellende Ergebnisse verbuchen", fasst FMA-Vorstand Dr. Kurt Pribil eine Marktanalyse der Finanzmarktaufsichtsbehörde über das Geschäftsjahr 2003 zusammen. Zum 31. Dezember 2003 hatten MVKs fast 138.000 Beitrittsverträge mit Arbeitgebern abgeschlossen, wobei die Veranlagungsgemeinschaften zum Stichtag ein Vermögen von rund Euro 146 Millionen verwalteten. Dabei wurden von den MVKs Beiträge für rund 845.000 Anwartschaftsberechtigte veranlagt. Für rund 117.500 Anwartschaftszeiten konnten die Beiträge mangels eines Vertrages zwischen einer MVK und dem Arbeitgeber noch nicht zugeordnet werden und waren daher bei den Sozialversicherungsträgern - niedrig verzinst - zwischengeparkt.

"Diese Säumigkeit der Arbeitgeber kostet die Arbeitnehmer substanzielle Erträge", kritisiert FMA-Vorstand Dr. Pribil und fordert, dass "Wege gefunden werden müssen, damit die Arbeitgeber ihre MVK unverzüglich auswählen." Ob dies durch eine Pönalisierung erfolgen soll oder ob bei Säumigkeit eine MVK zugeteilt werde, das müsse der Gesetzgeber entscheiden, so Pribil.

Zufrieden zeigte sich der FMA-Vorstand, dass der von der Aufsichtsbehörde verlangte Risikohinweis zur Veranlagung von fast allen MVKs sachgerecht in die Kontomitteilungen eingebaut worden ist. Er begrüßte es auch ausdrücklich, dass die Mitarbeitervorsorgekassen übereingekommen sind, für das laufende Geschäftsjahr ein einheitliches Modell zur Messung der Performance ihrer Veranlagung einzuführen. 2003 schwankten die durchschnittlichen Erträge der einzelnen MVKs zwischen 2,1 Prozent und 5,48 Prozent, wobei diese aufgrund der unterschiedlichen Berechnungsmethode nur bedingt vergleichbar sind.

"Grosso modo ist aber festzustellen, dass die Mitarbeitervorsorgekassen konservativ veranlagt haben", so Pribil. Der überwiegende Teil des Vermögens wurde in Investmentfonds - mit starkem Gewicht auf Renten - investiert.

Der FMA-Vorstand erwartet, dass mit zunehmender Marktdurchdringung auch die nur schleppend anlaufende Übertragung von Altabfertigungsanwartschaften in den nächsten Jahren an Dynamik gewinnen werde. In Summe gab es 2003 lediglich 29.530 Übertragungen mit einem Gesamtbetrag von rund 90 Millionen Euro, wobei aber zwei Drittel auf eine einzige betriebliche MVK entfielen.

Während in der Aufbauphase noch viele MVKs aus Kostengründen keine eigenen Mitarbeiter haben und die entsprechenden Leistungen von ihren Aktionären via Dienstleistungsverträge zukaufen, erwartet FMA-Vorstand, dass im Zuge des bereits im Gang befindlichen Vollausbaus verstärkt ein eigener Mitarbeiterstab aufgebaut wird.

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