Lokalkontrollen auf der Wieden

Resumee: Nicht genehmigte oder zu groß angelegte Schanigärten und vereinzelt Hygienemängel im Küchenbereich

Wien (OTS) - Kein übertriebener Lärm, ordnungsgemäß angemeldetes Gastronomiepersonal, aber entweder ein nicht genehmigter oder zu groß ausgefallener Schanigarten sowie Hygienemängel: das ist das Ergebnis einer Lokalüberprüfung im 4. Bezirk vor allem in der Gegend Schleifmühlgasse. Unter der Leitung der Magistratsdirektion wurden auf der Wieden im sogenannten Freihausviertel 16 Lokale kontrolliert, etwa die Hälfte davon waren völlig in Ordnung, bei anderen stellten die Behörden Mängel vor allem in der Küche fest. Einige Wirte hatten ihren Schanigarten unerlaubterweise ausgedehnt, ein Lokalbesitzer betrieb einen illegal aufgestellten Schanigarten.****

"Mahnen statt strafen" hieß diesmal die Devise der Behörden

Ein Zwist zwischen Lokalbesitzern und Anrainern über Lärmerregung hatte die Magistratsdirektion/Büro für Sofortmaßnahmen veranlasst, sich ein Bild über den tatsächlichen Zustand der Beislszene vor allem in der Schleifmühlgasse zu machen: Ernst Graf, Chef des Büros für Sofortmaßnahmen, leitete die abendliche Aktion im 4. Bezirk: "Wir wollten mit dieser Kontrolle ein Zeichen setzen, dass man bei erstmaligem Verstoß gegen gewerberechtliche Bestimmungen auch einmal mit dem Zeigefinger Mahnungen aussprechen kann!" Im Wiederholungsfall würden unerlaubt aufgestellte Schanigärten noch in derselben Nacht weg geräumt, betonte Graf. "Wir gehen nicht gegen die Beislszene vor, die ist für eine Weltstadt wie Wien sehr wichtig, allerdings müssten auch hier die Wirte die Spielregeln einhalten," ergänzte er.

Im Nachbarbezirk eine Festnahme und Müllhalde gleich neben illegalen Tanzkeller in Margareten

Im Zuge der Überprüfung von Lokalen auf der Wieden überprüften die Beamten ein Lokal in der Ramperstorfergasse im 5. Bezirk, weil aus dem Keller über dem Lokal überlaute Musik gedröhnt hatte. Dabei stießen die Behörden auf ein illegal betriebenes Tanzlokal mit fünf rumänischen Frauen, wobei eine davon wegen Verstoßes gegen das Fremdenrecht fest genommen wurde. Es fehlten Notausgänge, die Elektroleitungen waren blank, das Material der höhlenartig gestalteten Innenausstattung war nicht brandschutzsicher. Wegen dieser enormen Brandgefahr und daher wegen Gefahr im Verzug musste der Keller noch in derselben Nacht gesperrt werden. Neben dem Tanzboden befand sich zudem in einem Lagerraum statt Konserven eine Müllhalde. Der Lokalbesitzer hatte damit gegen die Reinhalteverordnung verstoßen und muss nun mit einer empfindlichen Strafe rechnen.

Graf kündigte an sowohl die Lokale im Freihausviertel so wie auch etliche Lokale in Margareten demnächst zu überprüfen. (Schluss) hl

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