ARBÖ: 59 Prozent der Autofahrer wollen "gläserne" Zapfsäule

Laut OEKONSULT-Umfrage soll Minister Bartenstein für transparente Preisgestaltung und einheitliche Preisschilder sorgen - ARBÖ schlägt Umstellung von Euro auf Cent vor

Wien (OTS) - Eine klare Mehrheit - 59 Prozent - der Autofahrer erwartet sich von Wirtschaftsminister Dr. Martin Barteinstein, dass er "sehr nachdrücklich" für eine völlig durchsichtige Preisgestaltung und eine eindeutige Ausschilderung der Treibstoffpreis sorgt. Das ergibt eine im Auftrag des ARBÖ aktuell durchgeführte repräsentative OEKONSULT-Umfrage bei Autofahrern in Wien. "Somit gibt es einen eindeutigen Auftrag an die Monitoring-Gruppe im Wirtschaftsministerium", stellt ARBÖ-Generalsekretär Dr. Rudolf Hellar fest.

Dr. Hellar "Es gibt zwei wichtige Gründe, warum sich die Autofahrer die 'gläserene Zapfsäule' wünschen: Erstens, weil sie sich von den Mineralölkonzernen unfair behandelt fühlen." So sind laut ÖKONSULT-Umfrage 91 Prozent der Autofahrer davon überzeugt, dass Preissteigerungen an den internationalen Rohölmärkten sehr rasch an die Autofahrer weitergegeben werden, während Preissenkungen nur sehr langsam umgesetzt werden.

"Zweitens haben selbst preisbewusste Autofahrer Schwierigkeiten, immer den Überblick zu wahren und wünschen sich eine österreichweit einheitliche Preisauszeichnung an den Tankstellen", führt der ARBÖ-Generalsekretär weiter aus. Die Treibstoffarten Normal, Super und Superplus sollten stets in gleicher Reihenfolge ausgewiesen werden - darunter gehört Diesel angeführt.

Erfreulicherweise sind 68 Prozent der Autofahrer laut OEKONSULT-Umfrage jetzt bereits jetzt preissensibel unterwegs und sehen sich ganz bewusst die ausgeschilderten Treibstoffpreise an, bevor sie tanken.

Um den Autofahrern einen leichteren Preisvergleich zu ermöglichen und die weniger preisbewussten Autofahrer auch noch wachzurütteln, schlägt der ARBÖ vor, dass die Treibstoffpreise künftig in Cent statt in Euro ausgewiesen werden. Dr. Hellar: "Preisveränderungen spielen sich momentan erst zwei Stellen HINTER dem Komma ab. Wird etwa Eurosuper 95 von 0,934 auf 0,949 Euro erhöht, merkt man nicht sofort, dass um 1,5 Cent verteuert wurde. Würde hingegen genau die gleiche Preisveränderung in Cent dargestellt, verändert sich die Zahl VOR dem Komma - von 93,4 Cent auf 94,9 Cent. Dies springt den Konsumenten viel leichter ins Auge."

Wirtschaftsminister Dr. Martin Bartenstein hat es in der Hand, eine entsprechende Verordnung nach dem Preisauszeichnungsgesetz (PrAG, BGBL NR 146/1992) zu erlassen und damit einen einfachen Preisvergleich auf Cent-Basis sicherzustellen. Im Preisauszeichnungsgesetz ist nicht festgeschrieben, dass die Preisauszeichnung in Euro erfolgen soll, sondern nur in österreichischer Währung. Als gesetzliches Zahlungsmittel gelten sowohl der Euro als auch der Cent. Mittels Verordnung kann auch die Reihenfolge der verschiedenen Treibstoffarten gleichartig an allen Tankstellen geregelt werden.

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