ÖAMTC fordert mehr Sicherheit für Biker

Maßnahmen notwendig, um Unfallhäufigkeit zu senken - Risikogruppe Nummer eins sind die 35- bis 44-jährigen Motorradlenker

Wien (ÖAMTC-Presse) - "Motorradunfälle verlaufen immer folgenschwerer. Im vergangenen Jahr starben 109 Biker und Mitfahrer im Straßenverkehr, 2002 waren es 89. Das ist ein Anstieg um 22,5 Prozent", sagt der Verkehrssicherheitsexperte des ÖAMTC, Roman Michalek. Auffallend ist, dass die Unfallhäufigkeit (3.617 Unfälle) im vergangenen Jahr mit knapp 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr nicht so stark angestiegen ist wie die Anzahl der Getöteten (109 Biker und Mitfahrer).

Frauen sind auf dem Bike sicherer unterwegs, das belegt auch die Unfallstatistik. Im vergangenen Jahr war unter den getöteten Bikern eine Frau als Lenkerin und 102 Männer als Lenker. "Geht man davon aus, dass bereits knapp 25 Prozent der Motorräder von Frauen gelenkt werden, zeigt sich, Frauen sind offensichtlich die defensiveren und vorausschauenderen Biker", erklärt Michalek. Risikogruppe Nummer eins sind die 35- bis 44-jährigen Motorradlenker. Jeder dritte getötete Motorradfahrer kam im Vorjahr aus dieser Altersgruppe.

Der ÖAMTC fordert angesichts der erschreckenden Zahlen aus der Unfallstatistik die rasche Verwirklichung folgender Maßnahmen:

* Risse in Fahrbahn richtig ausbessern: Besonders riskant sind Risse in der Fahrbahn, die mit Bitumen ausgegossen worden sind. Die berüchtigten "Teerschlangen" werden besonders bei Nässe und Hitze extrem rutschig.

* Bankette begrünen: Gras anstelle von Rollsplitt hilft Unfälle zu reduzieren und mindert die Verletzungsschwere.

* Doppelte Leitschienen: Dadurch wird ein Durchrutschen und Anprallen der Motorradlenker an die Leitplanken-Verankerung verhindert.

* Busspuren für Biker freigeben: Busspuren sollten im Stadtgebiet für Biker nicht tabu sein. Dadurch kann der Verkehrsfluss verbessert und die Sicherheit der Biker im Stau gehoben werden.

* Bikes verpflichtend mit ABS ausstatten: ABS gewährleistet einen kurzen und sicheren Bremsweg. In Notsituationen kann von Beginn an die Bremse voll betätigt werden, das gefährliche Blockieren der Räder bleibt aus.

* Einheitliche Helmverschlüsse: Die Vielzahl an verschiedenen Verschlüssen der Kinnriemen überfordert nach Unfällen häufig die Laien-Helfer. Empfehlenswert ist ein einheitliches System wie bei den Sicherheitsgurten.

* Partnerschaftliches Miteinander im Straßenverkehr: Viele Gefahrensituationen zwischen ein- und mehrspurigen Fahrzeugen könnten vermieden werden, wenn mehr Rücksicht aufeinander genommen wird.

"Zweirad-Guide" und "Warm up"-Training für mehr Sicherheit beim Biken

In einer vom ÖAMTC herausgegebenen Broschüre, finden Biker auf 36 Seiten alles Wissenswerte rund um das Thema Motorrad. Der "Zweirad-Guide" liegt an allen Dienstellen, Stützpunkten und Fahrsicherheitszentren kostenlos auf. Auf der Homepage des Clubs unter http://www.oeamtc.at/motorrad/ findet sich alles Wissenswerte rund um das Thema Motorrad.

Neben den üblichen Motorrad-Trainings bietet der ÖAMTC gemeinsam mit ARGE 2Rad in allen ÖAMTC-Fahrsicherheitszentren unter dem Titel "Warm up 2004" bis Ende Juni spezielle Trainings an. Diese sollen einen sicheren Start in die neue Motorradsaison erleichtern. Bei einem "Warm up" wird das Erkennen von Gefahrensituationen und Notbremstechniken geübt. Nähere Informationen zu den verschiedenen Fahrsicherheits-Trainings des Clubs und Online-Buchungen unter
http://www.oeamtc.at/fahrsicherheit/.

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ÖAMTC-Pressestelle/Michael Holzinger

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