ÖGJ-Eder: Mehr Lehrstellen, mehr Schulplätze notwendig

Amon soll die Menschen hinter den Arbeitslosenzahlen nicht übersehen

Wien (ÖGJ/ÖGB) - "Anstatt sich mathematischen Spielchen hinzugeben, sollte sich Herr Amon in das Schicksal der Jugendlichen hineinversetzen, die ohne Ausbildungsplatz dastehen", sagt der Vorsitzende der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ), Jürgen Eder, zu den Aussagen des ÖVP-Bildungssprechers. Dass im Herbst mehr als 17.000 Jugendliche ohne Lehrstelle oder Schule dastehen werden, ist eine Tatsache, gegen die die Bundesregierung etwas unternehmen muss, so Eder. "Um der Jugend nicht die Zukunft zu verbauen, brauchen wir so schnell wie möglich mehr Unternehmen, die Lehrlinge ausbilden - und eben ein größeres Angebot an weiterführenden Schulplätzen", fordert der ÖGJ-Vorsitzende.++++

Um wieder mehr Jugendlichen die Chance auf eine zukunftsfähige Berufsausbildung zu geben, verlangt Eder - neben einem Auffangnetz als Soforthilfe-Maßnahme - die Einrichtung eines Ausbildungsfonds zur langfristigen Finanzierung der Lehrausbildung. "Die Ausbildungsverweigerer in der Wirtschaft müssen endlich dazu verpflichtet werden, einen finanziellen Beitrag zur Ausbildung von Österreichs zukünftigen Fachkräften zu leisten", sagt Eder. Nur so kann die Zahl der Lehrlinge - die seit 1980 um mehr als ein Drittel gesunken ist - wieder auf ein akzeptables Maß erhöht werden.

Statistiken zeigen, dass PflichtschulabsolventInnen ein weit höheres Risiko haben, in ihrem späteren Leben einmal arbeitslos zu werden, als AbsolventInnen einer Lehre oder einer höheren Schule. "Wir wollen Zukunft für die Jugend. Die Regierung ist aufgefordert hier endlich tätig zu werden", schließt der ÖGJ-Vorsitzende.(fk)

ÖGB, 12. Mai
2004
Nr. 333

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