ÖGB fordert politische Einigung zur Pensionsharmonisierung noch vor dem Sommer

ÖGB-Leutner: "Pensionsreform 2003 ist und bleibt sozial ungerecht"

Wien (ÖGB) - "Die politische Einigung über die Harmonisierung der Pensionen muss noch vor dem Sommer über die Bühne gehen." Das stellte Dr. Richard Leutner, Leitender Sekretär des ÖGB, zu den Aussagen des Leiters der Pensionsreformkommission, Univ-Prof. Theodor Tomandl im heutigen Mittagsjournal. fest. Der ÖGB habe mit seinem bereits im Herbst 2003 vorgelegten Modell der Österreich-Pension entsprechende Vorarbeit geleistet. Bisher habe noch kein anderer Verhandlungsteilnehmer ein ähnlich ausgereiftes Konzept wie jenes des ÖGB vorgelegt. ++++

"Die sogenannte Pensionssicherungsreform 2003 ist und bleibt sozial ungerecht. Das zeigen gerade die jüngsten Neuzugänge bei den Pensionen, wo Verluste von bis zu einer Monatspension zustande kommen. Das ist kein gerechter Weg der Altersicherung" erneuert Leutner die Kritik des ÖGB an der sogenannten Pensionssicherungsreform 2003.

Der ÖGB hat dafür mit seinem Modell der "Österreich-Pension" einen gerechten Weg für die Harmonisierung der Pensionssysteme aufgezeigt. Leutner: "Nicht das Gegeneinander der Generationen, nicht die Verabschiedung vom solidarischen Pensionssystem zugunsten privater Pensionsvorsorge, sondern die Sicherheit für alle Generationen und für alle arbeitenden Menschen steht in unserem Konzept im Vordergrund." Dabei geht es auch um eine eigenständige Pension für Frauen durch faire Ersatzzeiten für die Kindererziehung. Leutner betont abschließend, dass das vom ÖGB vorgelegte Konzept der Österreich-Pension die Basis für einen nationalen Konsens sein kann. (kr/bmm)

ÖGB, 12. Mai
2004
Nr. 332

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