SJÖ: Krenn belegt einmal mehr die Notwendigkeit der Trennung von Kirche und Staat

Religion ist Privatsache und hat in der Politik nichts zu suchen

Wien (OTS) - Für Andreas Kollross, Vorsitzenden der
Sozialistischen Jugend Österreich (SJÖ) zeigen die jüngsten Aussagen des unbelehrbaren St. Pöltner Bischofs Kurt Krenn, dass eine strikte Trennung von Kirche und Staat oberstes Gebot sein muss. Im Standard-Interview in der Mittwoch-Ausgabe hatte der Bischof wieder einmal zwischen Christentum und Islam polarisiert. "Krenn propagierte ja schon seit 2002 in Österreich die dritte Türkenbelagerung. Auf solche Aussagen können wir ebenso wie auf einen Gott in welcher Verfassung auch immer verzichten. Religion ist Privatsache und hat in der Politik nichts zu suchen", so Kollross am Mittwoch.

Kollross betonte, dass damit alle Religionen gemeint seien. Die Zeiten, in denen Religionen künstlich einen Riss durch die Gesellschaft erzeugten, sollten im 21. Jahrhundert endgültig vorbei sein. "Wenn Krenn aber vor dem angeblichen Gewaltpotential des Islam warnt, so sollte er vor der eigenen Tür kehren und sich die jüngste Geschichte seiner eigenen Kirche anschauen. Anstatt die Menschen in Konfessionen zu trennen und sie gegeneinander auszuspielen, sollte der Bischof sich vielleicht überlegen, was sie vereint: Die Sehnsucht nach sozialer Sicherheit und gesichertem Lebensunterhalt. Was Krenn aber letztlich anpeilt ist die Verbreitung von Angst. Er propagiert den 'Kampf der Kulturen', was mit Toleranz eigentlich gar nichts gemein hat", so Kollross weiter.

Kollross bemerkt abschließend, dass die Gesellschaft auf Aussagen wie die des Fundamentalisten Krenn verzichten kann: "Religiöser Fundamentalismus ist ein Problem, dem wir uns zur Gänze stellen müssen. Erst wenn die Religion Auszug aus der Politik gehalten hat, werden wir dies auch gelöst haben. Das charakteristische Grundmerkmal solcher Geisteshaltungen ist, dass manche Religionsfürsten sich mit der Schürung sozialer Ängste durch künstlich erzeugte Wertkonstrukte, die keinerlei Verankerung im 'Diesseits' haben, auf Kosten anderer Menschen zu profilieren versuchen."

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