EU-Spesenskandal: Martin öffnet nächsten Spesentopf und greift FP an.

"EU-Info-Konto" für "fraktionslose EU-Mandatare" - schwere Attacken Martins gegen FP-Kronberger

Wien (OTS) - In der am Donnerstag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS outet EU-Rebell Hans-Peter Martin den nächsten Spesentopf: Das so genannte "EU-Info-Konto". Martin: "Diese Gelder gehen normal an Fraktionen. Gehört man aber - wie die Freiheitlichen Abgeordneten - keiner Fraktion an, wird das Geld gegen Beleg gleich direkt an die Abgeordneten ausbezahlt. Hier geht es um rund 15.000 Euro pro Jahr und Mandatar. Hans Kronberger hat das bislang verschwiegen."

FP-Spitzenkandidat Hans Kronberger bestätigt gegenüber NEWS die Existenz des "EU-Info-Kontos" und erklärt, dass dieses sogar mit mehr als 15.000 Euro jährlich dotiert sei. Kronberger: "Damit bezahle ich zum Beispiel Inserate in Bezirkszeitungen. Das ist ein reiner Durchlaufposten, das Konto lege ich gerne offen. Das sind ja alles Sachen, die man begründen können muss und sich auch genehmigen lassen muss." Kronberger weiter: "Es ist schon so: Wenn ein Abgeordneter faul ist und nicht für die EU wirbt, dann verfällt das Geld vom Info-Konto."

Martins Konter: "Mittlerweile ist bekannt, dass durch Überzahlungen für Abgeordnete ein Körberlgeld von 100.000 Euro netto jährlich drinnen ist. Wie ist das jetzt beim Herrn Kronberger? Vergibt der seinen Journalistenpreis ab sofort monatlich oder was macht er mit dem vielen Geld? Kronberger legt nur ein paar unsortierte Belege offen, dabei geht es doch um die Einnahmen. Und da habe ich seit Ende 2002 ganz viel Geld nicht beansprucht - im Gegensatz zu ihm."

Kronbergers Angebot an Martin: "Ich will, dass auch Herr Martin alles offenlegt, was ich offen lege. Er kann meine Belege überprüfen, wenn ich seine überprüfen kann."

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