Finanzminister Karl-Heinz Grasser im Dienste der österreichischen Wirtschaft in China

Der Arbeitsbesuch vom 11. bis 14. Mai dient vor allem der Intensivierung der außenwirtschaftlichen Beziehungen und der Auslotung neuer Optionen für Österreichs Exportwirtschaft

Wien (OTS) - Bereits im Sommer 2002 traf der damalige chinesische Finanzminister bei einem Besuch in Österreich mit seinem österreichischen Amtskollegen Grasser zusammen. Der Inhalt der sachlich und freundschaftlich geführten Gespräche waren der weitere Ausbau der Beziehungen zwischen beiden Ländern. Jetzt erfolgte die Gegeneinladung. "Ich freue mich besonders über dieses jetzige Treffen, da bereits damals wichtige Erfolge bei der Vertiefung der wirtschaftlichen Kooperationen erzielt werden konnten", meint Karl-Heinz Grasser zu dem bevorstehenden Termin mit Renqing Jin.

Wie wichtig die Chinareise des österreichischen Finanzministers tatsächlich ist, zeigt sich allein an folgenden Daten: China ist die sechstgrößte Volkswirtschaft und mit dem Wirtschaftswachstum von 9,1% momentan der Motor der Weltwirtschaft. Mit seinen knapp 1,3 Mrd. Einwohner - mehr als das 150-fache Österreichs - verfügt China über einen riesigen Markt: Die Exporte wuchsen 2003 um 34,6% auf 365 Mrd. Euro, die Importe entwickelten sich mit einem Wachstum von 39,9% auf 344 Mrd. Euro noch stärker. Gemessen an der Wirtschaftsleistung des BIP ist China mit 1170 Mrd. Euro mehr als 5 Mal so groß wie Österreich.

China ist nach den USA und noch vor Japan der zweitwichtigste Überseemarkt für die österreichische Exportwirtschaft. Der Anteil Chinas an den österreichischen Ausfuhren 2003 hat sich im Vergleich zum Jahr 1997 verdoppelt. Säulen der österreichischen Ausfuhren nach China sind mit rund 70% Maschinen, Industrieanlagen und Fahrzeuge. Schwerpunkte bilden Anlagen für die Eisen- und Stahlerzeugung und -verarbeitung, Kunststoffverarbeitung, Papierherstellung und Abwasserreinigung sowie der Fahrzeugbereich.

Bislang belaufen sich die in China getätigten österreichischen Investitionen auf rund 429 Mio. Euro, allein im letzten Jahr auf 79 Mio. Euro. Damit konnte der österreichische Anteil an den gesamten ausländischen Investitionen in China auf etwa 0,2% (EU-15: 7,6%) gesteigert werden. Von den ca. 200 in China vorhandenen Niederlassungen österreichischer Unternehmen produziert ca. ein Viertel im Lande selbst. Bundesminister Grasser: "Ich sehe hier ein großes Potential, das wir im Interesse der österreichischen Wirtschaft nutzen wollen."

Der österreichische Finanzminister wird auch mit dem Vorsitzenden der China Banking Regulatory Commission, vergleichbar mit der österreichischen Finanzmarktaufsicht, Mingkang Liu, Gespräche führen. Ziel aus österreichischer Sicht ist die Sicherung und Erweiterung des Marktzutrittes für heimische Banken in China zur Erschließung neuer Geschäftsfelder.

Nach einem Treffen mit dem Gouverneur der chinesischen Notenbank, Xiaochuan Zhou, wird Karl-Heinz Grasser am 14. Mai Richtung Südkorea weiterreisen, um an der Jahrestagung der asiatischen Entwicklungsbank in Jeju teilzunehmen.

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