- 11.05.2004, 12:09:31
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BMSG: Mehr Transparenz bei privaten Vorsorgeprodukten
BMSG-Tagung am Wilhelminenberg: Klarere Informationen für Vorsorgeprodukte gefordert
Wien (BMSG/OTS) - Die jährliche Tagung der
Konsumentenschutzsektion des Bundesministeriums für soziale
Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz stand heuer ganz im
Zeichen der privaten Pensionsvorsorge. Konsumentenschutzminister Mag.
Herbert Haupt konnte persönlich nicht teilnehmen, er wurde von dem
für Konsumentenschutz zuständigen Sektionschef Dr. Arnulf Komposch
vertreten: "Die Transparenz solcher Produkte aus dem
Versicherungsbereich ist für die Konsumentinnen und Konsumenten ganz
wesentlich. Zielführend wären hier klare Informationen über die neue
Palette der Vorsorgeprodukte, daher werden wir gemeinsam mit den
Vertretern der Wirtschaft alles dazu beitragen, um den Bereich der
privaten Pensionsvorsorge noch konsumentenfreundlicher zu gestalten."
Neben Referenten aus der Versicherungswirtschaft, dem Vertrieb, dem
WIFO und der FMA konnte auch die Vertreterin der britischen
Verbraucherplattform für Finanzdienstleistungen gewonnen werden. ****
So fehlt z.B. in Österreich in der klassischen
Rentenversicherung die Angabe von effektiven Zinssätzen (wie dies bei
Krediten schon seit dem Jahr 1994 Pflicht ist), die es den
Verbraucher/innen ermöglichen würden, eingeholte Anbote miteinander
zu vergleichen. Eine im Jahr 2003 durchgeführte Studie des VKI hat
nämlich ergeben, dass trotz gleicher Vorgaben die Anbote der
Versicherungsgesellschaften derart unterschiedlich waren, dass ein
Vergleich für einen durchschnittlichen Verbraucher fast unmöglich
ist.
Komposch betonte in Vertretung von Konsumentenschutzminister
Haupt ebenfalls die Notwendigkeit bei derart langfristigen Verträgen,
die zudem den Lebensstandard der Bevölkerung sichern sollen,
Entscheidungshilfen zu geben. "Zudem", "ist auch der
Ermessensspielraum der Versicherer im Hinblick auf die
Überschussbeteiligung, also auf den zu erwartenden Gewinn,
ausgesprochen groß". Diese neuen Vorsorgeprodukte dürften keinesfalls
zu irgend einem Nachteil der Konsumentinnen und Konsumenten führen.
"Unser Ressort wird, und das ist schließlich auch im Interesse der
Versicherungen, alles daran setzen, um in diesem Bereich Transparenz
und Klarheit zu schaffen. Schließlich ist das eine Grundvoraussetzung
dafür, dass mittels zweiter und dritter Säule auch der Lebensstandard
beibehalten werden kann". Die übrigen Referate beschäftigten sich
unter anderem mit der Vielfalt an Produkten, der Uneinheitlichkeit
der Förder- und Steuergesetzgebung, den unterschiedlichen
Bedürfnissen der Verbraucher und dem Ausmaß ihrer eigenen
Verantwortung. (Schluss) bxf
OTS0146 2004-05-11/12:09
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