Happy Hours im Festspielhaus St. Pölten

In der Saison 2004/05 wird ein delikater Cocktail aus Tanz und Musik serviert

St. Pölten (OTS) - Dianne Reeves, Thomas Hampson, Mariss Jansons, Anatol Ugorski, Michael Heltau, Wiener Philharmoniker, Ungarisches Nationalballett, Cloud Gate Dance Theatre - das sind nur einige der Stars und Spitzenensembles, die in der Saison 2004/05 im Festspielhaus St. Pölten auftreten werden.

Intendant Michael Birkmeyer präsentierte am Freitag, den 7. Mai, das Programm für die bevorstehende Spielzeit, die im September eröffnet und bis Juni 2005 insgesamt 65 Veranstaltungen umfassen wird. Ermutigt von den blendenden Besucherzahlen - Steigerungen der Abonnentenzahlen um mehr als das Doppelte, Steigerung der Besucherzahlen um 7.000 auf insgesamt 45.000 - wurde das Programmangebot erweitert und die Anzahl der Abonnementreihen auf nunmehr insgesamt zwölf erhöht. Die Schwerpunkte liegen dabei wieder auf Tanz und Musik, rund die Hälfte des Programms wird von den beiden Residenzensembles des Hauses, dem Tonkünstler-Orchester Niederösterreich und der abcdancecompany, bestritten.

Der Programmbogen wird sehr weit gespannt, um einen möglichst großen Zuschauerkreis in Niederösterreich und darüber hinaus anzusprechen. "Hohe Qualität" ist dabei für Birkmeyer die oberste Maxime, nicht Masse, sondern Klasse. Dafür garantiert der ehemalige Startänzer bei der Präsentation internationaler Ballett- und Tanzcompagnien. So gastiert das Ungarische Nationalballett mit der legendären Choreografie "Mayerling" zur Musik von Franz Liszt. Die brasilianische Compagnie Lúdica Dança zeigt ihr Erfolgsprogramm "Muito Romántico" zur Musik des südamerikanischen Popstars Roberto Carlos. Aus Afrika, jedes Jahr im Festspielhaus vertreten, kommt diesmal die Compagnie Moving into Dance aus Südafrika mit Afrofusion, einer Verbindung von afrikanischen Tanz- und Musikriten mit modernen Tanzformen. Das Cloud Gate Dance Theatre aus Taiwan, eine der Spitzencompagnien aus Fernost, verbindet seine Ästhetik und Artistik mit der Nachzeichnung asiatischer Schriftzeichen.

Die heimische abcdancecompany zeigt mit Chefchoreograf Nicolas Musin drei Neuproduktionen: "Die Zaubernacht" von Kurt Weill als Koproduktion mit den Bregenzer Festspielen, "Concierto Barroco" nach einer Novelle von Alejo Carpentier und die dritte Ausgabe von DéjàWaltz. Märchenhafte bis surreale Choreografien sind zu erwarten. Speziell für die Familie spielen abcdancecompany und Tonkünstler-Orchester in der Adventzeit wieder Tschaikowskis "Nussknacker". Ebenfalls an die ganze Familie richten sich die Auftritte der Ensembles Vivace und Philippe Gentys, die eine unterhaltsame Mischung aus Zirkus, Artistik, Tanz, Theater, Poesie und Clownerie bringen.

Erstmals nach drei Jahren gibt es im Festspielhaus wieder Oper mit dem Tonkünstler-Orchester. Beinahe 150 Jahre nach der Uraufführung an der Wiener Hofoper erleben "Die Rheinnixen" von Jacques Offenbach ihre szenische Wiederaufführung, nachdem sie lange Zeit in Vergessenheit geraten waren und erst bei einer konzertanten Aufführung vor wenigen Jahren in Frankreich wiederentdeckt wurden. Sogar die berühmte Melodie der "Barcarole" aus "Hoffmanns Erzählungen" ist darin bereits enthalten. Zustande kommt die Opernaufführung in Koproduktion mit der Oper Ljubljana und dem Stadttheater Bozen.

Mit ihrem neuen Chefdirigenten Kristjan Järvi eröffnen die Tonkünstler ihre Saison im Festspielhaus mit der kompletten Bühnenmusik zu "Peer Gynt" von Grieg und bieten weitere abwechslungsreiche Programme von Wiener Klassik bis Hollywood-Filmmusik. Neben Järvi stehen Spitzendirigenten wie Jeffrey Tate, Giovanni Antonini, Bruno Weil und Michail Jurowski am Pult, in der prominenten Solistengarde finden sich neben Ugorski noch Namen wie Christiane Oelze, Sharon Isbin und Håkan Hardenberger.

Das musikalische Angebot umfasst aber auch Jazz, Pop und Ethno auf Weltniveau. Neben der Jazzkönigin Dianne Reeves kommen die französische Chansonnière Patricia Kaas, weiters Portugals neue Fadostimme Cristina Branco und die malinesische Diva Oumou Sangare. In Clubatmosphäre entführen nordische Jazz- und Popgrößen wie Beady Belle, Nils Petter Molvaer, Eivind Aaarset und Viktoria Tolstoy, die singende Ururenkelin des russischen Dichters.

Musik von heute ist für das Festspielhaus auch komponierte neue Musik. HK Gruber, der renommierte österreichische Komponist, gestaltet eine Reihe mit populären Werken der zeitgenössischen Musik, angeführt vom Violinkonzert der Koreanerin Unsuk Chin, das 2002 zum besten zeitgenössischen Werk des Jahres gekürt wurde und in St. Pölten seine österreichische Erstaufführung erlebt. Mit dem Kompositionswettbewerb "Zeitklang" fördert das Festspielhaus in Zusammenwirken mit "Musik aktuell Niederösterreich" auch junge Komponisten.

Insgesamt 12 Abonnements bietet das Festspielhaus an: Cocktail, Für die Familie, abcdancecompany, Tanz International, Musik bewegt, Musik Unlimited, The Other Side, Tonkünstler-Orchester, Tonkünstler Spezial, HörGut Neue Musik, Kammerton, Ihre Wahl.

Nähere Infos und alle Programmdetails sind einer Programmbroschüre, die ab sofort im Umlauf ist, und der Website zu entnehmen:

Rückfragen & Kontakt:

http://www.festspielhaus.at

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