FSG Bachner zu Gajdosik: Auf eigene Propaganda hereingefallen!

AK-Wahlen zeigen: FSG ist immer an der Seite der ArbeitnehmerInnen

Wien (FSG) - "Herr Gajdosik dürfte auf die Propaganda der eigenen Partei, der ÖVP, hereingefallen sein, denn die große Mehrheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hat von der gestern beschlossenen Steuerreform absolut nichts", kontert Roswitha Bachner, Bundessekretärin der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen im ÖGB, auf die Vorwürfe des Wiener ÖAAB-Chefs Gajdosik.++++

"Mir ist schon klar, warum Herr Gajdosik sich so empört, schließlich ist er im Arbeiterkammer-Wahlkampf und will Punkte machen," sagt Bachner weiter. "Nach den bisherigen Ergebnissen der AK-Wahlen hat der ÖAAB auch allen Grund sich zu fürchten, denn die ArbeitnehmerInnen haben den ÖAAB zuletzt in Kärnten halbiert."
Die positiven Details, die Herr Gajdosik in der Steuerreform sehe, könne man nicht einmal mit einer Lupe finden, so Bachner. "Was ist vorteilhaft daran, wenn 2,1 Millionen Menschen, die so ein geringes Einkommen haben, dass sie schon bisher keine Steuern zahlten, keinen Cent Entlastung bekommen - aber von allen Preiserhöhungen und den höheren Energiesteuern in voller Länge betroffen sind! Ihnen zu sagen, sie profitieren, ist eine Frotzelei! Und auf 800.000 Kinder, die in Familien leben, wo beide Eltern arbeiten, hat die Regierung überhaupt vergessen. Von der Anhebung des Alleinverdienerabsetzbetrages profitieren diese Kinder nicht."

Die Sozialdemokratie trete entschieden gegen die Ungleichverteilung bei der Steuerreform auf, erklärt Bachner. "Die Unternehmen werden doppelt so stark entlastet wie die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Rechnet man die Belastungen seit 2000 gegen, bleibt unterm Strich für die unselbständig Beschäftigten und PensionistInnen sogar eine Belastung von 600 Millionen Euro über", sagt Bachner auf Gajdosiks Vorwurf, der FSG seien die Anliegen der Beschäftigten egal gewesen. Bachner abschließend: "Einer Reform, die Besserverdienende bevorzugt, die nichts zur Schaffung neuer Arbeitsplätze beiträgt, die Frauen weiterhin aus dem Arbeitsmarkt drängt und die insgesamt nichts zu mehr sozialer Gerechtigkeit und zu mehr Wachstum beiträgt, so einer Reform sollte kein Gewerkschafter und keine Gewerkschafterin, egal welcher Partei, zustimmen können."

FSG, 7. Mai
2004
Nr. 75

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