Österreichsicher Seniorenbund begrüßt große Steuerreform 2005!

Finanzielle Vorteile für die ältere Generation - Ausgleichszulagen-Richtsatz für Alleinstehende weiter anheben!

Wien (OTS) - Der Österreichische Seniorenbund begrüßt die gestern Abends im Nationalrat beschlossene große Steuerreform 2005, die auch den Pensionistinnen und Pensionisten deutliche Vorteile bringt. So wird die Steuerfreigrenze für Pensionisten angehoben und kleinere und mittlere Pensionen werden steuerlich deutlich entlastet. Wie zuletzt von Seniorenbund-Bundesobmann Stefan Knafl klar gestellt, soll statt einer Negativsteuer als sozialpolitische Priorität der Ausgleichszulagen-Richtsatz für Alleinstehende weiter angehoben werden.

Das steuerfreie Einkommen für Pensionisten wird auf 13.500 Euro pro Jahr angehoben und dadurch zehntausende Pensionisten zusätzlich steuerfrei gestellt. Durch eine Entlastung der darüber liegenden Pensionen werden außerdem über 1 Million Pensionisten weniger Steuern zahlen, sodass insgesamt rund 1,2 Millionen Pensionisten von der Steuerreform einen Vorteil ziehen.

Hier einige Beispiele:

  • Bei einer Bemessungsgrundlage von 950 Euro im Jahre 2003 beträgt ab 1.1.2005 die Steuerersparnis 626,64 Euro pro Jahr,
  • bei einer Bemessungsgrundlage von 1.100 Euro im Jahre 2003 beträgt ab 1.1.2005 die Steuerersparnis 512,52 Euro pro Jahr, und
  • bei einer Bemessungsgrundlage von 1.500 Euro im Jahre 2003 beträgt ab 1.1.2005 die Steuerersparnis 357,48 Euro pro Jahr.

Ebenfalls wird die Einschleifregelung des Pensionistenabsetzbetrages von derzeit 16.715 bis 21.800 Euro auf 17.000 bis 25.000 Euro deutlich angehoben, sodass auch in diesem Bereich die Pensionisten steuerlich stärker entlastet werden.

Zu einer allfälligen Negativsteuer für Pensionisten stellt der Österreichische Seniorenbund fest, dass dies kein Steuerproblem, sondern eine Angelegenheit der Sozialpolitik ist und erinnert an den einstimmigen Beschluss des Bundesvorstandes, dass an Stelle der Einführung einer Negativsteuer vielmehr die bestehenden Ausgleichzulagenrichtsätze, insbesondere der für Alleinstehende, anzuheben sind. Der Richtsatz für Alleinstehende beträgt derzeit 653,19 Euro, laut einer vom Sozialministerium veröffentlichten Studie betrug aber im Jahre 1999 die Armutsgefährdungsschwelle bereits 669,29 Euro.

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