Elisabeth Scheucher: Steuerreform ist Strukturreform

Frauen und Familien profitieren im besonderen Maß

Klagenfurt (OTS) - "Die im Nationalrat beschlossene Steuerreform
ist fair und sozial gerecht", erklärte die ÖVP-Frauensprecherin NR Elisabeth Scheucher am Rande der Debatte um die Steuerreform 2005. "Gerade Familien profitieren stark von dieser Steuerreform, Alleinverdiener bekommen mehr", so die Abgeordnete. Durch die Einführung eines gestaffelten Kinderzuschlages werden Alleinverdiener- und Alleinerzieherfamilien im besonderen Maß entlastet. Für das erste Kind gibt es 130 Euro, für das zweite 175 Euro, für jedes weitere Kind 220 Euro. Auch dürfen Ehepartner von Alleinverdienern künftig mehr dazuverdienen, ohne dass der Alleinverdienerabsetzbetrag gekürzt wird. Familien sollen damit in einem Ausmaß von 250 Mill. Euro entlastet werden. Mit der Tarifentlastung kommt es zu einer Entlastung von bis zu 1000 Euro. Das Pendlerpauschale wird bereits heuer um 15 bis 17 Prozent - je nach Stufe - angehoben.

Für eine(n) Alleinerzieher(in) mit zwei Kindern und einem monatlichen Bruttoeinkommen von 1.300 Euro bedeutet dies eine Entlastung von 876 Euro. Ein Arbeiterehepaar ohne Kinder und einem gemeinsamen Bruttoeinkommen von 3.500 Euro - 2.300 Euro des Mannes und 1.200 Euro der Frau - profitiert von dieser Reform mit einer Entlastung von 807 Euro.

Auch Pensionisten profitieren von der Steuerreform. Ein allein stehender Pensionist mit einer monatlichen Bruttopension von 1.000 Euro kann mit einer Entlastung von 644 Euro rechnen.

Die große Reform des Einkommenssteuer- und Lohnsteuertarifes bedeutet, dass bei Arbeitnehmern ohne Alleinverdienerabsetzbetrag zirka 15.770 Euro Jahresbruttoeinkommen steuerfrei sind, bei Selbständigen 10.000 Euro Jahresbruttoeinkommen und bei Pensionisten 13.500 Euro. Im Zuge dieser neuen Tarifreform werden die Steuerfreigrenzen bei der Lohn- und Einkommenssteuer deutlich hinaufgesetzt, was zur Folge hat, dass ab 1. Jänner 2005 von 5,9 Mio. Steuerpflichtigen etwa 2,55 Mio. Österreicherinnen und Österreicher keine Lohn- und Einkommenssteuer mehr zahlen müssen. Für die Tarifentlastung werden 1,1 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt, und vor allem kleine und mittlere Einkommen entlastet. Damit wird auch die Kaufkraft gestärkt.

Eine wirtschaftspolitisch notwendige Maßnahme ist die Senkung der Körperschaftssteuer von bisher 34 auf 25 Prozent. Mit dieser Senkung profitieren nicht nur die Kapitalgesellschaften, diese beschäftigen 60 Prozent aller Arbeitnehmen, sondern auch alle Personengesellschaften. Insgesamt profitieren 90 Prozent aller heimischen Beschäftigten von diesem Schritt. Neben der, bereits seit 2004 gültigen Steuerbegünstigung für nicht entnommene Gewinne ist das auch aus Sicht der Arbeitnehmer ein wichtiger Schritt zur Standortsicherung, wofür die Bundesregierung knapp 1,15 Milliarden Euro bereit stellt.

"Sozial ist, wer Arbeitsplätze schafft", schloss die VP-Frauensprecherin Elisabeth Scheucher.

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