2004 ist ein ausgezeichnetes Spargeljahr

Starker Marktdruck aus den neuen Beitrittsstaaten

Wien (AIZ) - Die heurige Spargelsaison steuert in Österreich ihrem Höhepunkt entgegen. Durch die günstigen Witterungsbedingungen ist die Qualität des königlichen Gemüses heuer als überdurchschnittlich gut einzustufen. Importe aus den osteuropäischen Staaten bringen den Spargelpreis allerdings unter starken Marktdruck. Gegen möglichen Etikettenschwindel kann sich der Konsument in Österreich allerdings schützen, indem er auf das AMA-Gütesiegel schaut.

50% Selbstversorgungsgrad mit Spargel in Österreich

In Österreich werden jährlich rund 2.200 t Spargel produziert. Bei einem Pro-Kopf-Verbrauch von 0,5 kg ist das rund die Hälfte der benötigten Gesamtmenge in unserem Land. "Spargel-Kaiser" in Österreich sind die Niederösterreicher. Dort wird auf 252 ha -vorzugsweise im Marchfeld - der Großteil des österreichischen Spargels produziert, gefolgt von Oberösterreich mit 36 ha Produktionsfläche, Kärnten mit 35 ha, dem Burgenland mit 16 ha und der Steiermark mit 15 ha.

Hoher Preisdruck aus den neuen Beitrittsstaaten

Durch das schöne Wetter der letzten Tage in fast allen europäischen Spargelanbaugebieten kamen gleichzeitig große Mengen dieser Gemüseart auf den Markt. Vorzugsweise Billigimporte aus der Slowakei und Ungarn, aber auch aus Polen, Tschechien, Griechenland und Mazedonien führen zum Preisverfall. Die Hauptschwierigkeiten entstehen durch das krass unterschiedliche Lohnniveau in den einzelnen Staaten. Die österreichischen Produzenten entlohnen die hoch spezialisierte Arbeit ihrer landwirtschaftlichen Erntehelfer zumindest nach dem österreichischen Kollektivvertrag, oft aber auch darüber. Die Entlohnung der Erntehelfer in den Beitrittsstaaten hingegen liegt bei rund einem Viertel des österreichischen Lohnniveaus. Dadurch entsteht naturgemäß eine massive Kostenschere.

Herkunft bleibt ein wichtiges Kaufkriterium

In den vergangenen Tagen wurden Vorwürfe von Etikettenschwindel bei Spargel geäußert. "Falsche Kennzeichnung ist unverantwortliche Verbrauchertäuschung. Die richtige Kennzeichnung ist unter anderem deshalb von besonderer Bedeutung, weil Spargel absolut frisch sein muss, um wirklich von höchster Genuss-Qualität sein zu können. Lange Transportwege schaden sehr. Wer absolut sicher gehen will, dass er beispielsweise auch Marchfeldspargel kauft, sollte nicht nur auf den Vermarkternamen achten, sondern auch auf den Produzentennamen. Die größtmögliche Sicherheit aber verschafft das AMA-Gütesiegel", so Klaus Hasler, Marketingmanager für Obst und Gemüse in der AMA-Marketing.
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