Gartlehner zur Steuerreform: Steuerzahler subventionieren Konzerne

Gruppenbesteuerung bringt Steuerausfälle und schädigt mittelfristig Konzerntöchter in Österreich

Wien (SK) "Die Gruppenbesteuerung wird nicht nur Steuerausfälle bringen, sie wird darüber hinaus die Österreichtöchter der Konzerne mittelfristig schädigen. Sie wird Verluste wie ein Vakuum anziehen und keinen einzigen Arbeitsplatz schaffen", erklärte der SPÖ-Abgeordnete und stellvertretende Vorsitzende des Budgetausschusses, Kurt Gartlehner, Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

"Die Gruppenbesteuerung wird schon kurzfristig zur Folge haben, dass global agierende Konzerne ihre verlustbringenden Investitionen ihren Österreichtöchtern aufhalsen werden - auf Kosten der österreichischen Steuerzahler. Unsere Bürger werden diese Ausfälle bezahlen müssen. Und wenn nicht sofort, dann werden wir mit Zinsen und Zinseszinsen für die Schulden aus den Steuerausfällen aufkommen. Es werden die KMUs und die Arbeitnehmer aus Österreich mit ihren Steuern die Investitionen von internationalen Konzernen im Ausland subventionieren - auch eine Form der Umverteilung, aber von Österreich ins Ausland" so Gartlehner.

"Eine weitere negative Folge aus diesem Gefälligkeitsdienst Grassers gegenüber Einzelnen wird unseren österreichischen Konzerntöchtern in absehbarer Zeit auf den Kopf fallen. In wenigen Jahren werden die Österreichtöchter die unattraktiven und verlustbringenden Investitionen der weltweit agierenden Unternehmen eingesammelt haben," warnte Gartlehner.

Konzerne hätten kein Gedächtnis und beim Blick auf die Bilanz werde in den Zentralen in wenigen Jahren auffallen, wo man den Sparstift ansetzen müsse: Bei der verlustreichen Österreichtochter nämlich. "Keiner wird mehr wissen, dass die Österreichtochter aufgrund der skurrilen Grasser-Bestimmung alle Negativposten aufgebrummt bekommen hatte. In kurzer Zeit schon werden die Mitarbeiter der Konzerne in Österreich den Unverstand Grassers büßen müssen. Die Österreichtochter wird dann für Fehlinvestitionen bestraft werden, die sie nicht verursacht haben wird. Verantwortlich für diese Situation wird der Finanzminister sein, der die Gruppenbesteuerung durchsetzte" schloss Gartlehner. (Schluss) ah/mm

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