AK: Regierung will garantierte Mindestverzinsung bei Pensionskassen völlig abschaffen

ÖVP und FPÖ lassen ArbeitnehmerInnen die Wahl: Entweder sie zahlen für die Mindestverzinsungsgarantie selber, oder sie tragen das volle Risiko

Wien (AK) - Nachdem die Regierung die garantierte
Mindestverzinsung bei Pensionskassen zuerst Schritt für Schritt durchlöchert hat, wollen ÖVP und FPÖ diese Garantie für die Kunden von Pensionskassen jetzt offenbar ganz abschaffen. "Jetzt lässt die Regierung die Katze aus dem Sack", sagt AK Direktor Werner Muhm, "300.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die in Pensionskassen einzahlen, sollen künftig das gesamte Kapitalmarktrisiko selber tragen - die Pensionskassen können sich abputzen." Ein Entwurf der Regierungsparteien sieht vor, dass im Pensionskassenvertrag vereinbart werden kann, ob es eine Mindestverzinsungsgarantie überhaupt geben soll. Für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer heißt das: Wollen sie eine garantierte Mindestverzinsung ihres Geldes, müssen sie dafür selbst zahlen - die Pensionskassen überwälzen die Kosten dafür Cent für Cent auf die Kunden. Verzichten die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf die Mindestverzinsung, tragen sie das volle Risiko des Kapitalmarktes allein. "Wie auch immer sich die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer entscheiden - die Pensionskassen gewinnen immer", sagt Muhm, "dafür sorgt schon die Regierung." Die AK fordert, dass der aktuelle Gesetzesentwurf "schleunigst wieder eingestampft wird" und, dass es bei den Pensionskassen eine wirkliche Garantie für die Mindestverzinsung des Geldes von 300.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern gibt. ****

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