AK-Test Pauschalreisen: Wer sich durch Preisdschungel im Katalog arbeitet, kann Geld sparen! (1)

Enorme Ersparnisse sind möglich - Preisvergleiche lohnen sich auf jeden Fall

Wien (AK) - Bis zum Sommerurlaub dauert es noch, aber viele
Familien planen bereits die schönste Zeit des Jahres. Ein AK-Test bei Pauschalreisen zeigt: Je nach Reiseveranstalter kann eine Familie bei ein- und demselben Hotel für einen 2wöchigen Urlaub bis zu 715 Euro sparen, sagt AK Konsumentenschützerin Jutta Repl. Das ist ein Preisunterschied von bis zu 27 Prozent. Der Weg zum günstigen Angebot führt jedoch durch einen Preisdschungel im Katalog, da Preistabellen oft unübersichtlich und verworren sind. Und die Rechnerei bei den Kinderpreisen wird abermals kompliziert. Aber: Genaues Rechnen und Preisvergleiche lohnen sich!

Die AK hat im März und April Pauschalreisen mit gleichen Hotelangeboten aus den Reisekatalogen von Neckermann, TUI, Jahn-Reisen, ITS-Billa, Gulet, DERTOUR, Delphin, FTI, 1*2 Fly, Nazar, Bonvia, Bentour und Ruefa erhoben. Der Preistest wurde für Tunesien, Zypern, Griechenland, Türkei und Spanien durchgeführt. Erhoben wurde ein Pauschalreiseangebot für einen 2wöchigen Urlaub im Sommer für eine dreiköpfige Familie (2 Erwachsene und ein 8jähriges Kind) sowie für zwei Erwachsene.

Der AK Test zeigt je nach Anbieter beachtliche Preisunterschiede für ein- und dieselbe Hotelanlage. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Preisunterschiede ähnlich hoch, sagt Repl. So kann sich eine dreiköpfige Familie bis zu 715 Euro ersparen, wenn sie zwei Wochen im türkischen Kemer im Hotel Limak Limra Resort Urlaub macht.

Die AK rät den Urlaubern, unbedingt die Preise zu vergleichen, das macht sich bezahlt. Reiseveranstalter, die günstige Preise für Erwachsene anbieten, müssen indessen nicht unbedingt billige Familienpreise haben. Aber das günstigste Angebot zu finden, ist nicht immer leicht, sagt Repl. Denn die Preisberechnungssysteme und Preistabellen im Katalog sind oft unübersichtlich und schwer zu verstehen. Bei den Kinderpreisen wird es dann abermals kompliziert. Alle Reiseveranstalter haben neben Angeboten mit Kinderfestpreisen auch Angebote mit verschiedenen prozentuellen Preisabschlägen für Kinder, erzählt Repl. Überdies können auch die Altersgrenzen für Preisabschläge erheblich differieren. Manche Anbieter unterteilen die Kinderpreise in "kleine Kinder" (2 bis 6 Jahre) und "große Kinder" (7 bis 11, 12, 13, 14 oder 15 Jahre), andere wieder nicht.

Reiseveranstalter, die mehr Leistungen anbieten, zB Parkplätze am Flughafen, kostenlose oder ermäßigte Bahnreise zum Flughafen oder Reiseversicherungen, müssen nicht unbedingt teurer sein, erklärt Repl. Hier muss jeder Konsument für sich entscheiden, ob diese Leistungen für ihn nützlich sind und auch prüfen, ob nicht bereits ein Versicherungsschutz besteht, zB aus einer Kreditkarte. Repl kritisiert, dass in Angeboten fix enthaltene Reiseversicherungspakete nicht optimal sind, da sie zu Doppelversicherungen führen können. Wenig kundenfreundlich sind auch automatisch zugebuchte Reiseversicherungspakete, gegen die sich der Kunde ausdrücklich aussprechen muss, anstatt dass das Reisebüro darüber vorweg informiert.

(Forts.)

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