"Spurlos" - Erfolgsmeldung und drei neue Fälle

Hat Peter Resetarits den ersten Verschwundenen aufgespürt?

Wien (OTS) - "Wenn ich wüsste, dass er/sie tot wäre, könnte ich wenigstens damit abschließen, aber die Ungewissheit ist einfach unerträglich." Diese Aussage sei mittlerweile zu einem Standardsatz der Angehörigen spurlos verschwundener Personen geworden, so Peter Resetarits. "Die Sendung ist wie ein Strohhalm, an den sich die Angehörigen klammern, um noch irgendeinen Hinweis zu kriegen. Nach Einsatz von Polizei, Detektiven, Wahrsagern und Berichten im Fernsehen, haben Betroffene zumindest das Gefühl, alles Menschenmögliche getan zu haben und müssen sich nichts vorwerfen." In der fünften Ausgabe von "Spurlos" versuchen Peter Resetarits und Christian Puluj einmal mehr, Licht in die mysteriösen Vorgänge rund um vermisste Personen zu bringen. Eine Erfolgsmeldung und drei neue Fälle zeigt "Spurlos" - ausnahmsweise auf dem "Thema"-Sendeplatz - am Montag, dem 10. Mai 2004, um 21.05 Uhr in ORF 2.

Erfolgsmeldung

Erfolg für "Spurlos": In der dritten Folge suchte die Redaktion nach dem 23-jährigen Tiroler Bundesheersoldaten Christoph Mathoy, der im Herbst 2003 spurlos verschwunden war. Die Umstände seines Verschwindens ließen darauf schließen, dass sich Mathoy etwas angetan haben könnte. Unmittelbar nach der ersten Suche via ORF langten Hinweise ein, die darauf hindeuteten, dass sich Mathoy zur französischen Fremdenlegion abgesetzt haben könnte. Nachdem in der vierten Ausgabe von "Spurlos" nochmals an den vermissten Mathoy erinnert worden war, meldete sich ein Zeuge, der den jungen Tiroler im Spätherbst 2003 in einem Ausbildungslager der Legion in Südfrankreich kennen gelernt haben will. Es gibt keine Gründe, an der Glaubwürdigkeit des Zeugen zu zweifeln.

Drei neue Fälle - Einkauf ohne Wiederkehr

Peter Mayer, langjähriger Mitarbeiter der Städtischen Bestattung, ist seit dem 23. Dezember 2000 abgängig. An diesem Tag wollte der Wiener noch rasch Weihnachtseinkäufe tätigen. "Ich fahre auf die Mariahilfer Straße, zum Nachtmahl bin ich wieder da", so die letzten Worte von Mayer zu seiner Frau. Seither fehlt von ihm jede Spur.

Burgenländer seit elf Jahren verschwunden

Der Trausdorfer Hans Pallanich arbeitete bis zu seinem Verschwinden vor elf Jahren als Geldzusteller in Oslip im Burgenland. Kurz vor seinem Untertauchen soll Pallanich Geld unterschlagen haben. Die Schande, dabei erwischt worden zu sein, dürfte den sonst unbescholtenen jungen Mann zur Flucht getrieben haben. Pallanich war äußerst beliebt. Die Menschen in Oslip wären auch heute noch bereit, ihm zu vergeben: "Wenn der Hans wieder käm', wir täten ihn gern wieder aufnehmen!"

Berlin, Bahnhof Zoo

Seit Mitte Dezember 2003 war die 16-jährige Berufsschülerin Angelika S. aus Stadl-Paura in Oberösterreich abgängig. Sie hatte wiederholt Unzufriedenheit über das Leben bei Vater und Stiefmutter geäußert. Auffällig ihr Faible für Randgruppen: Ihrer besten Freundin gegenüber hat Angelika mehrfach den Wunsch geäußert, "auf der Straße" leben zu wollen. Ein mögliches Ziel: Berlin, Bahnhof Zoo.
Kurz vor Fertigstellung der Sendung wurde Angelika in Wien aufgegriffen. Interviews mit der Ausreißerin werfen ein interessantes Licht auf die Umstände von Angelikas Verschwinden. Wie gehen die Angehörigen mit dieser Situation um, die nun gezwungen sind, sich schmerzhafte Fragen stellen zu müssen?

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