Karas: Wiedervereinigung Europas ist Geschenk der Geschichte

Eine Frage politischer Verantwortung, nicht von Meinungsumfragen

Wien, 2. Mai 2004 (ÖVP-PK) "Die Erweiterung der EU kommt einer friedlichen Wiedervereinigung des gewaltsam geteilten Europas gleich. Sie ist ein Geschenk der Geschichte - Ein Traum wird Wirklichkeit -und eine Frage der moralischen und politischen Verantwortung", sagte heute, Sonntag, das Mitglied des Europäischen Parlaments, Mag. Othmar Karas in seinen Referaten in Bratislava, Hohenau, Würflach und Petzenkirchen. ****

"Der Tag der Arbeit wird zum Tag der EU-Erweiterung. Und das ist gut so, weil die EU-Erweiterung den Binnenmarkt vergrößert, der Heimatmarkt Europa nun 455 Millionen Kunden hat, die Wettbewerbsfähigkeit der EU stärkt und damit Wachstum und Beschäftigung schafft", betonte der EVP-Wirtschaftssprecher.

Primär sei die EU-Erweiterung das größte Friedensprojekt Europas dieser Zeit und ein Beitrag für mehr Sicherheit, Stabilität, Gerechtigkeit und Demokratie. Dieser Schritt rechne sich aber auch und sei vor allem für Österreich von großer Bedeutung. "Wir haben von der gewaltsamen Teilung Europas in Ost und West, in Freiheit und kommunistischer Diktatur - an den Rand gedrängt - am meisten gelitten. Jetzt, wo wir wieder ins Zentrum rücken, können wir auch am meisten profitieren", sagte Karas.

Und wie tun wir es?

  • Seit 1989 haben sich unsere Exporte bereits mehr als verdreifacht (derzeit mehr als 20 Prozent).
  • Österreich erwirtschaftet mit nur zwei Prozent der EU- Einwohner rund acht Prozent des Handels der EU mit den Beitrittsländern.
  • Das WIFO prognostiziert die zusätzlichen Wachstumsimpulse - einen Großteil haben wir bereits konsumiert - auf 0,75 Prozent des BIP in den nächsten fünf Jahren und einen zusätzlichen Anstieg der Arbeitsplätze um weitere 27.500 Menschen bis 2010.
  • Die Einnahmen sind höher als die Kosten und der gesamtpolitische Nutzen nicht bezahlbar.

"In den Beitrittsverträgen sind jene Übergangsbestimmungen festgehalten (Dienstleistungsverkehr, Arbeitnehmerfreizügigkeit, Warenverkehr, Euro, Schengen-Grenzkontrollen, Förderungen), die dafür Sorge tragen sollen, dass die bestehenden Unterschiede nicht zu Wettbewerbsverzerrungen führen. Die Erweiterung soll zu einer win-win-Situation für ganz Europa werden", so Karas, der abschließend meinte "freuen wir uns über dieses Geschenk der Geschichte und machen wir das Optimum daraus".

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