"profil": Busek übt Kritik an Wiener ÖVP

Ex-VP-Chef fordert, dass "alte Garnitur in Wien endlich abtreten muss" - hochrangige Politiker müssten Wiener ÖVP wieder aufbauen

Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag erscheinenden
Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" übt der ehemalige ÖVP-Bundesparteiobmann Erhard Busek Kritik an der Personalpolitik der Wiener ÖVP. "Ich glaube, dass die alte Garnitur in Wien endlich abtreten muss", so Busek. "Da amtieren noch immer viele Funktionäre, die schon da waren, als ich Wiener ÖVP-Chef war."

Wenig Verständnis zeigt Busek allerdings an Kritik niederösterreichischer VP-Funktionäre wegen des schlechten Abschneidens von Benita Ferrero-Waldner in Wien. Das niederösterreichische Ergebnis der VP-Kandidatin sei "auch nicht begeisternd" gewesen. Richtig sei aber, dass die ÖVP in den Städten allgemein und in Wien besonders ein Problem habe.

Kritik übt Busek dabei auch an den Bundesspitzen der ÖVP. Seiner Ansicht nach müsste "jemand Höherrangiger versuchen, die Wiener ÖVP wieder aufzubauen, denn Wolfgang Schüssel ist angetreten mit dem Ziel der Wiedereroberung der Städte." Jetzt müsse endlich etwas geschehen. Busek: "Ich bin als Generalsekretär der ÖVP seinerzeit auch nach Wien gegangen, um zu versuchen, das Problem zu lösen. Offensichtlich findet sich heute niemand mehr, diesen Weg zu gehen."

Die Niederlage bei der Bundespräsidentschaftswahl ist für den ehemaligen ÖVP-Chef die Summe von "Fehlannahmen, Präsentationsfehlern oder mangelndem Engagement". Das Debakel bei den Landtagswahlen in Salzburg wiegt für Busek jedoch schwerer: "Der Verlust des Landeshauptmanns ist für die ÖVP schlimmer als der Verlust der Hofburg."

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