"profil": Geigen-Mäzen des Kunsthistorischen Museums in USA per Haftbefehl gesucht

Herbert Axelrod steht unter Verdacht auf Beihilfe zur Steuerhinterziehung und flüchtet nach Kuba

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, wird Herbert Axelrod, Mäzen des Wiener Kunsthistorischen Museums (KHM), in den USA per Haftbefehl gesucht. Ihm drohen wegen Verdachts auf Beihilfe zur Steuerhinterziehung bis zu fünf Jahre Haft.

Im Februar hatte der 76-jährige Axelrod dem KHM vier Streichinstrumente des Tiroler Barock-Geigenbauers Jacob Stainer im Wert von rund einer Million Euro geschenkt. Bereits zuvor hatte er dem Museum für die Sammlung alter Musikinstrumente zwei Stradivaris und eine Guarneri als Leihgabe überlassen.

Jetzt wirft ihm US-Staatsanwalt Christopher J. Christie unter anderem vor, einem ehemaligen Manager seines Verlages T.F.H. Publications dabei behilflich gewesen zu sein, mehr als 700.000 US-Dollar am amerikanischen Fiskus vorbei auf Schweizer Bankkonten zu transferieren.

Vergangene Woche ließ Axelrod einen Verhandlungstermin vor Gericht platzen und suchte vor den amerikanischen Behörden Zuflucht auf Kuba. Er beteuert seine Unschuld und will seinen Lebensabend in Österreich oder der Schweiz verbringen. Sollten die USA allerdings auch einen internationalen Haftbefehl gegen ihn erlassen, müsste er bei der Einreise nach Österreich mit der Festnahme rechnen.

KHM-Direktor Wilfried Seipel, der Axelrod erst vor wenigen Wochen in Kuba besucht hat, gegenüber "profil": "Ich bin fassungslos. Davon wusste ich nichts. Bei meinem Besuch hat er kein Wort darüber verloren."

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