Erfolgsbilanz über 22 Jahre Zusammenarbeit von FFF und OeNB

Wien (OTS) - Insgesamt 1225 Forschungsprojekte mit 246 Mio. Euro unterstützt

  • FFF erwartet sich zumindest gleich hohe Dotation aus der neuen Nationalstiftung
  • Präsident Marihart fordert Korrekturen am Gesetzesentwurf zur neuen Förderungsgesellschaft

1225 Forschungs- und Entwicklungsprojekte konnte der Forschungsförderungsfonds für die gewerbliche Wirtschaft (FFF) in den vergangenen 22 Jahren dank der Zusammenarbeit mit der Oesterreichischen Nationalbank unterstützen, Die OeNB hat dazu seit 1982 insgesamt 246 Mio. Euro für Vorhaben, die zur Verbesserung der Leistungsbilanz beitragen können, zur Verfügung gestellt. Evaluierungen dieser Projekte belegen hohe Multiplikatoreffekte auf Umsatz und Exporterlöse, was sich auch in einer großen Zahl neu geschaffener und gesicherter Arbeitsplätze niederschlägt.

Diese Erfolgsbilanz zog FFF-Geschäftsführer Günter Kahler am Donnerstag bei einer Festveranstaltung über die nun zu Ende gehende Form der Kooperation zwischen dem größten heimischen Technologieförderer und der Nationalbank. Mit der Schaffung der "Nationalstiftung für Forschung, Technologie und Entwicklung" dienen die Ausschüttungen der OeNB aus dem Jubiläumsfonds künftig der Kapitaldeckung dieser Stiftung, deren Förderungen von den Stiftungsgremien nach Empfehlungen des Forschungsrats vergeben werden. "Der FFF erwartet sich aus dieser Stiftung Mittel in zumindest gleicher Höhe wie er zuletzt direkt aus dem OeNB-Jubiläumsfonds erhalten hat", erklärte Kahler. In den vergangenen fünf Jahren war die OeNB-Dotation des FFF stets zwischen 26 und 30 Mio. Euro gelegen.

FFF-Präsident Johann Marihart dankte den anwesenden Spitzenvertretern der OeNB - angeführt von Gouverneur Klaus Liebscher - für eine "lange, erfolgreiche, faire, reibungslose und angenehme Zusammenarbeit". Insbesondere galt der Dank Gouverneur Liebscher dafür, dass dieser sich persönlich in der Stiftung engagiere. "Das", so Marihart, "ist für uns eine Garantie in vielerlei Hinsicht - aber insbesondere bezüglich der Dotierung der bottom-up-Förderung."

Marihart forderte in seiner Rede dringende Korrekturen am vorliegenden Gesetzesentwurf für die neue Forschungsförderungsgesellschaft (FGG), in die auch der FFF integriert werden wird: "Wir fordern eine wirtschaftliche Mehrheit im Aufsichtsrat, eine vom Aufsichtsrat bestellte Geschäftsführung und ein unabhängiges Fördervergabegremium."

Die Statistik Austria habe in ihrer Korrektur der Schätzung der Forschungsquote, die nun mit 2,27 weit höher ausgewiesen wird als bisher, auch einbekannt, dass sie die Dynamik der Forschungsaktivitäten der österreichischen Wirtschaft weit unterschätzt habe, erklärte Marihart. Die Wirtschaft habe sich vielmehr als Motor der erfreulichen Beschleunigung von Technologieentwicklung und Innovation erwiesen. Dies aber sei auch eine Bestätigung des bisherigen Fördersystems und auch der Förderstrategie des FFF: "Sie ist voll aufgegangen". Dieses Erfolgsmodell werde nun durch den Gesetzentwurf zur FGG beendet. "Wir fordern aber, dass das was nun kommt, in seiner Performance zumindest ebenso effizient ist wie das, was wir hatten und was so schlecht nicht sein konnte", betonte Marihart. Der Gesetzesentwurf mache diesbezüglich aber berechtigte Sorgen.

Die Kooperation von FFF und OeNB war 1982 mit dem Ziel ins Leben gerufen worden, Projekte zu fördern, die einen Beitrag zur Verbesserung der Leistungsbilanz leisten können. Das Begutachtungsverfahren blieb dabei das fondsübliche, die Kriterien wurden aber durch zusätzliche Informationen über die Exportchancen der Projekte ergänzt. Die Evaluierungen der geförderten Projekte durch die KMU-Forschung Austria, zuletzt im Jahr 2000 basierend auf Daten aus 1996, ergab beachtliche Multiplikatorwirkungen: Jeder Euro an Förderung brachte den Unternehmen 1,85 Euro Mehrumsatz. Die im Untersuchungsjahr 1996 abgeschlossenen Projekte schufen 480 Arbeitsplätze neu und sicherten weitere 605 ab.

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Elisabeth Gruber
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